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Tabuthema – Haarausfall. Ich sitze hier gerade mit einem Kloß im Hals, denn ich hätte niemals gedacht, dass ich dieses Thema je auf dem Blog bringen werde. Denn es belastet mich sehr, ist jeden einzelnen Tag präsent und das seit über 10 Jahren…

Wir sprechen über Haarausfall. Und das nicht nur ein wenig, sondern so, dass ich kahle Stellen am Kopf hatte. Eine Zeit lang von Arzt zu Arzt getingelt bin und mich mittlerweile irgendwie mit meinen dünnen Haaren abgefunden habe.

Ich weiß, dass es niemals mehr so sein wird, wie früher. Als ich dickes und volles Haar hatte und teilweise nicht mal mehr Spangen zubekommen habe. Aber irgendwie hat man sich da im jugendlichen Alter keine Gedanken darüber gemacht, denn da war das Problem ja noch nicht vorhanden.

Tabuthema – Haarausfall

Tabuthema Haarausfall

Teilweise habe ich mir beim Friseur die Haare sogar ausdünnen lassen. Wenn ich da jetzt nur daran denke, treibt es mir Tränen in die Augen…

Aber jetzt mal ganz von vorne. Ich war vor einigen Tagen beim Friseur, um wieder Strähnchen zu machen und Spitzen zu schneiden. Meine Friseurin kenne ich schon seit meiner Schulzeit und sie hat mein Martyrium miterlebt. Jedes Mal aufs Neue lachen oder heulen wir, je nachdem wie es den Haaren geht. (Die Story dazu gibt es hier.)

Dieses Mal war meine Friseurin begeistert und meinte zu mir: „Also Anni, das Kurkuma und Gerstengras scheint wirklich was zu helfen. Da wachsen ganz viele Babyhaare und man sieht es auch, wenn ich die Haare auf eine Linie kämme.“ Sie machte ein Foto und ich war glücklich und geschockt zugleich. Denn es sah so aus.

Mir kommen wirklich die Tränen, wenn ich das sehe. Aber das ist leider die Realität.

Ja, wirklich ein grauenhafter Anblick. Allerdings zeigt das Bild auch, dass das Kurkuma, Gerstengras & Co. wohl wirklich etwas bei mir bewirkt. Denn die Haare wachsen wieder! Und das ist die Hauptsache! Selbst wenn es nur ein Placebo Effekt sein sollte, wäre es mir egal. Denn egal wie, die Haare wachsen wieder!

Und um gleich der nächsten Frage vorzubeugen. Nein, ich habe diese „Fusseln“ nicht abgeschnitten. Denn, wenn man mit dem Thema Haarausfall kämpft ist man froh um jeden Zentimeter und sei er noch so dünn oder ausgefranst. Viele werden das nicht verstehen können, viele andere wiederum doch.

Die Haare sind deswegen nicht dicker oder gesünder, sie sind nur auf gleicher Linie und wirken „voller“. Nur weil man Haare abschneidet werden sie nicht „dicker“! Glaubt mir, ich habe auch schon überlegt, mir die Haare wirklich ganz kurz schneiden zu lassen, aber meine Friseurin hat mir davon abgeraten, denn wie gesagt, davon wird es auch nicht besser und dann müsste ich sie jeden Tag waschen oder stylen und könnte sie nicht mehr zu einem Dutt zusammen machen.

Früher hatte ich dickes und volles Haar.
Jetzt sind es nur noch ein paar Fusseln…

Soviel zur aktuellen Lage. Ich züchte also jeden Zentimeter, nehme jeden Tag brav meine Kapseln und versuche so wenig wie möglich zu waschen, zu kämmen, zu stylen und zu föhnen. Auch Friseurbesuche zögere ich immer so lange es geht hinaus. Wenn ich dann aber von meiner Friseur Freundin mit dem Satz „Ahhh die Ansatz Anni ist auch mal wieder da!“ begrüßt werde, weiß ich, dass es höchste Zeit war, mal wieder zum Friseur zu gehen.

Und seien wir doch mal ehrlich, wenn man seine Haare gar nicht mehr in Form oder Farbe bringen darf, ist das doch auch nichts… Ich fühle mich immer toll, wenn ich vom Friseur komme, auch wenn ich nur noch sehr wenige Haare am Kopf habe.

Aber wie hat das alles angefangen fragt Ihr Euch jetzt. In meinen späten Teenagerjahren und frühen 20igern. Hatte ich sehr großen psychischen und emotionalen Stress. Ich wurde nach der Ausbildung nur kurz übernommen, weil die Wirtschaftskrise zugeschlagen hat und dann ging der Alptraum los. Als junges Mädel bekam man keinen festen Arbeitsvertrag, denn man könnte ja schwanger werden und das wollten die Firmen nicht. Zwar haben sie das nicht direkt gesagt, aber durch die Blume wurde einem diese Botschaft in jedem Vorstellungsgespräch aufgestrichen.

Und jedes Mal kam die Absage mit: „Wir hätten sie gerne genommen, aber bla bla bla.“ Als es dann mal geklappt hatte, entpuppten sich die Jobs als schlechter Witz. Entweder man wurde bis aufs letzte ausgenutzt, am Arbeitsplatz belästigt oder sogar mal von einem Kopfgeldjäger bedroht, der den Chef nicht angetroffen hatte und sein Geld wollte. Von besagtem Chef bekomme ich heute noch Geld, allerdings erreicht der Gerichtsvollzieher nichts, denn: „Langen sie mal einen nackten Mann in die Tasche!“ Gut, wieder eine andere Geschichte.

Irgendwann war es dann soweit und ich hatte eine Arbeitsstelle gefunden. Anfangs fühlte ich mich wohl, mir machte meine Arbeit Spaß und ich war sehr engagiert, damit ich endlich einen festen Vertrag bekommen würde. Meine Kolleginnen merkten, dass ich sehr fleißig war und hielte mich an, nicht so schnell zu machen, denn man müsse sich seine Arbeitszeit ja gut einteilen. Aha, ok… ich arbeitete alles weg, was mir gegeben wurde. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.

Tabuthema Haarausfall März 2007

Nach einer Weile merkte ich es immer stärker, ich wurde gemobbt und zwar sehr stark. Das endete damit, dass mein Vertrag nicht verlängert und ich vor die Tür gesetzt wurde. Ich könnte jetzt noch viel weiter ausholen, aber das würde das alles auch nicht besser machen. Kurz um. Diese Zeit, war mit einer, der schlimmsten in meinem Leben.

Und ab da begann es auch, der Haarausfall. Zuerst dachte ich mir nichts dabei, denn ich hatte schon einige Zeit (jetzt sind es so ungefähr 13 Jahre) vorher die Pille abgesetzt und verhütete jetzt ohne Hormone mit der Gynefix. Aber dann dachte ich mir, naja wird von der Pille kommen. Vielleicht war es das auch zu einem Teil. Der andere – viel größere – Teil war aber die Psyche.

„Du hast kahle Stellen am Kopf, wir müssen
schnellst möglich zum Artzt!“

So richtig bewusst geworden ist es mir, als wir Max ganz frisch hatten und ich in der Küche meiner Eltern am Boden saß. Meine Mama schaute auf mich runter und fragte: „Sag mal, was hast du denn da für kahle Stellen am Kopf?“ Ich war sehr erschrocken und den Tränen nahe. Denn sie sprach das aus, was ich ja selbst schon lange Zeit wusste…

„Wir müssen zum Arzt.“ waren Ihre Worte und dann ging der Ärzte Marathon los. Hausarzt, Endokrinologe (Schilddrüse, Zucker, usw.), mehrere Hautärzte, und was nicht noch alles. Jeder verschrieb mir teure Medikamente und Mittelchen. Die meisten hatten ziemlich krasse Nebenwirkungen. Ich führte Ernährungstagebuch, wusch meine Haare nur noch mit speziellen Shampoos und Tinkturen, nahm Pillen, Tabletten und Tropfen ein, bekam Spritzen, es wurden Blutbilder gemacht, Werte getestet und was nicht noch alles.

Ärzte sagten mir „Was wollen Sie denn, Sie haben doch noch Haare am Kopf?!“, „Na, Sie brauchen sich ja nicht wundern, dass Ihnen die Haare ausfallen, wenn Sie die Pille nicht nehmen?!“ Und viele solcher Sätze, die man als junges Mädchen bzw. Frau auf jeden Fall hören möchte, wenn einem die Haare Büschelweise ausgehen…

„Was wollen Sie denn?
Sie haben doch noch Haare am Kopf!“

Es half nichts! Das ging über Jahre so und irgendwann hatte ich so viel Geld, Zeit, Nerven und Tränen in den Sand gesetzt, dass ich nichts mehr von dem Thema wissen wollte. Es ist so eine unglaublich große Belastung, da ich Haare, egal ob kurz oder lang, mit Weiblichkeit verbinde und es sehr schwer ist, damit klar zu kommen, wenn die Haare immer weniger werden…

Vielleicht nimmt man das selbst auch viel extremer war und ist kritischer, aber man kennt ja den Unterschied zu vorher und weiß, wie es einmal war… Man sieht diese ganzen schönen Frauen mit vollem Haar und Löwenmähne und denkt sich nur: „Warum ich…“

Irgendwann kam meine Mama zu mir und meinte, dass der Bruder meines Opas bei einem Heilpraktiker hier in der Gegend war und wir da vielleicht auch mal hinfahren sollten. Gesagt getan. Dieser Heilpraktiker ist auf Irisdiagnostik spezialisiert und hat mir quasi nur in die Augen geschaut. Und so alle meine Probleme erkannt. Er hatte keine Krankenakte oder sonstige Infos von mir und konnte mir wirklich haargenau (was für ein Wortwitz!) sagen, welche Probleme ich habe. Und da war nicht nur der Haarausfall dabei. Er hatte wirklich Recht und ich war platt und ziemlich fasziniert.

Tabuthema Haarausfall frisch vom Friseur

Der Heilpraktiker verschrieb mir homöopathische Tabletten und Tropfen und nach einigen Monaten merkte ich, wie sich langsam etwas tat. Ich hatte den Eindruck, dass der Haarausfall zurück ging und wieder neue Haare nachwuchsen. Diese Mittel habe ich sehr lange Zeit genommen und es wurde wirklich besser, allerdings nie mehr so wie früher.

Mit den Jahren fand ich mich mit den dünnen Haaren ab und probierte immer mal wieder Tape Extensions. Irgendwann waren die Haare aber wieder so extrem dünn, dass man sogar die winzigen Klebestellen der Strähnen sah. Also konnte ich auch hier nicht mehr viel machen.

2018 war ich dann bei einem Friseur, der davon überzeugt war mir helfen zu können. Zuerst würde ich über einige Wochen und Monate jeden Tag ein Serum auf die Kopfhaut auftragen, ein spezielles Shampoo verwenden und regelmäßig zur Kopfhaut Entschlackung vorbei kommen müssen.

Danach könnte man einen Zweithaar Topper oder einzelne Haarsträhnen einsetzen können. Also unterzog ich mich der ganzen Prozedur, aber gefühlt tat sich rein gar nichts. Und mein Gefühl sollte mich nicht trügen, es war leider auch so. Meine Haarwurzeln waren/sind anscheinend so verkümmert, dass die Behandlung nicht bzw. kaum anschlug und sich nicht der gewünschte Erfolg einstellte.

Deswegen wurde die Behandlung abgebrochen und ich stand wieder da. Mit super trockenen und strohigen Haaren, da die Shampoos und Mittel die Haare einfach zu sehr angegriffen hatten. Lässt sich ja kaum vermeiden, wenn man etwas auf den Kopf einmassiert, dass das auch in die Längen geht.

Irgendwann findet man sich damit ab,
keine schönen Haare zu haben…

Gut, damit hatte ich mich also auch abgefunden, mir war anscheinend nicht zu helfen. Zwischenzeitlich habe ich sogar schon mal über eine Perücke nachgedacht, das aber dann doch wieder verworfen, weil ich habe ja noch Haare und andere sind noch viel schlimmer dran. Ich wollte mich einfach nicht so hängen lassen, auch wenn dieser Behandlungsabbruch wirklich ein Schlag ins Gesicht war.

Im Frühjahr 2019 erzählte mir eine Freundin dann von Kurkuma, Gerstengras & Co. Ich hatte zwar selbst schon einiges in den Medien gehört und gelesen (unter anderem von der goldenen Milch), aber irgendwie nie so richtig für mich wahr genommen. Sie gab mir einige Kapseln zum Testen und ich bestelle mir kurz darauf gleich selbst eine eigene Ration.

Ich nehme also seit knapp einem Jahr jeden Tag die verschiedensten Pülverchen und Kapseln und kann sagen, dass es mir unglaublich hilft! Meine Haare wachsen wieder und das sehe ich mittlerweile an meinen vielen Babyhaaren. Auch meine Friseurin hat mich bestärkt und gesagt, dass es endlich besser wird (was man auch an den Fotos sieht). Ich bin sehr froh darüber und versuche jetzt weiter positiv in die Zukunft zu sehen.

Kurkuma, Gerstengras & Co haben mir geholfen.
Die Haare wachsen wieder!

Auch wenn es nie, nie, nie mehr so wird wie früher, wird es doch ein kleines bisschen besser und erträglicher. Denn ich fühle mich mit den dünnen Zotteln einfach nicht so wirklich fraulich. Ich schmachte jeder Frau hinterher, die tolle, lange Haare hat. Eine Löwenmähne halt. Klar, die meisten haben da auch nachgeholfen, aber die können es wenigstens. Bei mir geht es momentan nicht (vielleicht irgendwann wieder), da die Deckhaare einfach zu dünn sind und man die Tapes sehen würde.

Natürlich sind Frauen mit kurzen Haaren auch wunderschön, ich hatte ja selbst auch schon kurze Haare, aber für mich müssen es bei mir einfach lange Haare sein, deswegen züchte ich jeden Zentimeter und versuche nur das Nötigste zu schneiden.

Ich versuche mich mit meinen Haaren so gut es geht zu arrangieren, verwende gerade eine neue Pflegelinie und bin sehr zufrieden damit. Mittlerweile wasche ich meine Haare nur noch 1-2 Mal in der Woche und die sind trotzdem nicht fettig oder sehen ungewaschen aus. Es gibt da so viele Hilfsmittel, wie Ansatzpuder, Trockenspray, usw.

Tabuthema Haarausfall

Jedoch schaue ich jeden Morgen in den Spiegel und frage mich, was meine Haare da in der Nacht veranstalten?! Ich bin Bauch- und Seitenschläfer, trotzdem sieht es so aus, als würde jemand in der Nacht auf meinem Rücken sitzen und mir in den Haaren herum wuscheln. wie geht das bitte!?

Theoretisch müsste ich meine Haare jeden Tag waschen, um sie offen zu tragen, da das aber schlecht für die Haare ist (ich versuche auch so wenig wie möglich zu kämmen, zu föhnen, zu stylen, usw.) mache ich so gut wie jeden Tag einen Dutt oder drehe sie irgendwie ein.

Ja, es belastet mich sehr und ja, ich hätte so gerne schönes, volles Haar. Aber die Realität sieht leider anders aus und ich muss mit dem zurechtkommen, was ich noch am Kopf habe. Man denkt immer: „Liegt auch alles gut?“ „Kann man mir auch nicht auf die Kopfhaut sehen?“ „Was denken die anderen Leute?“

Der Haarausfall belastet mich immer noch sehr
und hat mich verändert.

Ich teile das alles mit Euch, um Mut zu machen. Ihr seid nicht alleine. Haarausfall bei Frauen und auch bei Männern ist ein sensibles Thema und man sollte es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Informiert Euch, sprecht mit kompetenten Ärzten und Friseuren, lasst Euch untersuchen und holt verschiede Meinungen ein.

Mir hat gezeigt, dass viel auch nur Geldmacherei ist. Sei es Behandlungen und oder Medikamente. Aber das weiß man eben alles erst hinterher. Man muss bei einigen Dingen also wohl oder übel in den sauren Apfel beißen, um zu sehen, ob es wirkt oder nicht.

Es würde mich freuen, wenn Ihr hier (auch gerne anonym) eure Erfahrungen, Geschichten und Tipps teilt. So können alle Leser und Betroffene davon profitieren und bekomme vielleicht einen neuen Denkanstoß oder probieren etwas Neues aus. Auf jeden Fall ist keiner alleine und muss sich verstecken. Es gibt immer irgendeine Lösung, man muss sie nur finden.

Fühlt Euch gedrückt,
Eure Anni ♥

Kommentare:

  • Steffi

    15. März 2020

    Hallo Anni, ich kann dein Problem so verstehen. Auch wenn ich nicht unter Haarausfall leide, so weiß ich, dass ich jedes Mal beim Friseur um jeden Zentimeter kämpfe, weil meine Haare nur sehr langsam wachsen. Ein anderes Thema.
    Ich habe sehr dünne Haare und sie sehen wenn sie stufig geschnitten sind schnell bisseliert aus und ich habe für mich entschieden, sie immer nur auf eine Lönge schneiden zu lassen. Dadurch sehen sie fülliger aus.
    Zu deinen Haaren würde ich sagen… da sieht man, sie hatten mal echt schlimme Zeiten, wenn man die unteren 10 cm sieht… ganz dünn, bisselig… nicht schön, aber ab da sind die Haare schon viel mehr. Bei deiner Länge sind die Haare unten ja bestimmt schon 5 Jahre alt… also kein Wunder, dass da dein Problem Haarausfall viel mehr auffällt, als bei den Haaren, die erst später gewachsen sind.
    Du wirst also sicherlich noch 1 Jahr oder so warten müssen, bis die Haare auf der jetzigen Länge so viele sind. … und dich dann von den Bisseln verabschieden können, weil dein anderes Haar ja dann viel schöner ist.
    Vielleicht hilft dir das Kurkuma ja tatsächlich, vielleicht hast du in 2020 auch weniger emotionalen Stress. Das soll ja Wunder bewirken.
    Viel Glück weiterhin beim Züchten.

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  • Susanne

    15. März 2020

    Hallo, Anni,
    es tut mir so leid, ich weiß genau, was du durchmachst und finde dich sehr tapfer. Ich hatte vor 6 Jahren ganz massiven Haarausfall, lt. Untersuchungen habe ich 40 % der Haarmasse verloren, dazu kam noch heftiger Haarbruch, weil mein Friseur seit Jahren bei den Strähnchen falsch gearbeitet hatte. Bis dahin hatte ich wie du früher sehr volles überschulterlanges Haar. Glücklicherweise bin ich an einer spezialisierten Klinik sehr gut beraten und behandelt worden. Seit Herbst 2016 wachsen die Haare wieder und der Ausfall ist gestoppt. Lt. den Befunden ist die vorherige Haardichte sogar übertroffen. Den Friseur habe ich 2016 auch gewechselt und obwohl ich weiter Strähnchen habe, ist auch Haarbruch kein Thema mehr. Und ich lasse, nach einem Radikalschnitt im Frühjahr 2017 (kinnlanger, gestufter Bob, weil der Nachwuchs oben auf dem Kopf so heftig war, daß es mit den dünnen Spitzen schlimm aussah) wachsen – bin schon bei mehr als Achsellänge und feier meine Haare jeden Tag ?
    Bitte verlier nicht den Mut, ich hätte zwischendurch auch nicht gedacht, dass ich es wieder in den Griff bekomme. Und immer, wenn ich Frauen mit schönen langen Haaren gesehen habe, hatte ich einen dicken Kloß im Hals und hätte heulen können.
    Haarausfall hat immer eine Ursache, nur die Suche danach dauert. Und dann braucht man Geduld, bis die entsprechende Therapie anschlägt.
    Dir alles Gute und liebe Grüße!
    Susanne

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  • Aylin

    17. März 2020

    Hallo. Es tut gut zu lesen,dass man nicht allein ist mit dem Problem,vor allem wenn die eigene Familie schon kein Verständnis mehr für mein Leid zeigt.
    Ich bin 19 und habe Haarausfall. Angefangen hat es vor jetzt 6 Monaten. Anfang August hatte ich einen Pillenwechsel (von Maxim auf Valette)und 2 Wochen später auf einmal Haarausfall. Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht,ob es jetzt Zufall ist oder tatsächlich an der anderen Pille liegt,mein Frauenarzt meinte aber es könnte nicht daran liegen. Naja habe dann trotzdem wieder zu meiner alten Pille gewechselt und bin zum Hausarzt,da der Haarausfall dennoch nicht aufhörte.Eisenmangel. Also hab ich drei Monate circa Eisen genommen(zur Zeit auch wieder) und hatte tatsächlich das Gefühl es wird etwas besser,aber mein Haarausfall schwankt auch ständig,mal stärker mal schwächer,deshalb ist es schwer zu beurteilen. Hinzu kam noch,dass ich im Mai letzten Jahres ein traumatisches Erlebniss hatte,mit der Folge,dass ich in eine schwere Depression gerutscht bin und nur noch Komplexe hatte.
    Ich war insgesamt jetzt bei vier Hautärzten und alle haben was anderes gesagt,e iner vermutete sogar eine AgA bei mir. Alle wollten sie mir verschiedene starke Haarwässerchen verschreiben,diese habe ich aber nicht gekauft,aus Angst es macht alles nur schlimmer.
    Habe jetzt vor 3 Monaten auch meine Pille abgesetzt,da meine Depressionen so stark waren,dass es einfach nicht mehr ging.Seitdem geht es mir viel besser und ich hoffe,dass sich das bald auch auf meine Haare auswirkt. Lange Zeit habe ich so oft geweint wegen meinen Haaren,aber das lasse ich schon seit einiger Zeit,weil ich einfach kein bock mehr hab dass der Haarausfall mein Leben bzw meine Laune bestimmt.
    Zu der aktuellen Lage: Seit circa 2 Wochen ist der Haarausfall wieder stärker. Ich trage meine Haare kurz und dadurch ist der Haarausfall bisher noch niemandem aufgefallen,ich habe auch keine lichten oder kahlen Stellen bisher,sie sind halt nur etwas dünner geworden,deshalb hab ich noch Hoffnung.
    Ich trinke auch täglich Gerstengras und Kurkuma seit drei Monaten,aber kann bisher noch nicht so viel dazu sagen,da es bisher noch keine Wirkung auf meinen Haarausfall gezeigt hat und so viele Haare sind bisher auch nicht nachgewachsen,aber mal schauen was mein Friseur demnächst sagt. Zusätzlich nehm ich eben noch Eisenkapseln,sonst mach ich nichts. Ich hoffe in spätestens zwei Monaten ist der Spuk mal vorbei

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  • Kathrin

    17. März 2020

    Liebe Anni,
    ich lese Deinen Bericht und habe das Gefühl, Du schreibst über mich.
    Ich habe exakt dasselbe erlebt. Mein Haarausfall hat ebenfalls mit Anfang 20 angefangen. Ich habe dann auch sämtliche Ärzte abgeklappert (Hausarzt, Hautarzt, Gynäkologe…ich war sogar in einer Haarklinik). Ich habe etliche Blutuntersuchungen, Haarstanzen, Hormonelle Checks hinter mich gebracht. Immer die gleiche Aussage: „Ihnen fehlt nichts“ oder wie bei dir „Sie haben doch noch Haare, machen Sie sich nicht so viele Gedanken“ oder „Haare sind nicht lebensnotwendig, darauf kann man auch verzichten“ .
    Mittlerweile bin ich 38 und habe immer noch Haarausfall. Zwar nicht mehr so stark wie zu Anfang, aber trotzdem noch präsent. Mir hat die Alternativmedizin tatsächlich besser geholfen, als sämtliche Tinkturen und Mittelchen. Auch hat man hierüber festgestellt, dass die Ursache wohl ebenfalls ein seelisches Problem ist. Das jedoch wohl sehr starkt in mir verwurzelt ist, dass das nicht mit 1-2 Behandlungen behoben ist. Hier darf ich noch ein wenig dran arbeiten. Und um diesen ganzen Prozess zu unterstützen, nehme ich ebenfalls seit November 2019 täglich Kurkuma und Gerstengras zu mir. Ich habe auch das Gefühl, dass schon ein paar Babyhaare sprießen. Haarpflege ist ebenfalls ein großes Thema, da ich mit extremen Unverträglichkeiten auf viele Inhaltsstoffe reagiere. Somit wasche ich mittlerweile meine Haare mit Roggenmehl. Großer Vorteil: der PH-Wert der Kopfhaut bleibt somit fast neutral und nach dem waschen verwende ich noch ein Aloe-Vera Spray, welches der Kopfhaut Feuchtigkeit spendet. Somit habe die Haare auch eine gewisse Griffigkeit. Und auch wie du berichtest, versuche ich hier, das Waschen rauszuzögern. Und manchmal ist es weniger und manchmal deutlich mehr. Manchmal kann ich es akzeptieren und dann hadere ich wieder extremst damit und bin traurig. Es ist ein Auf und Ab….
    So das ist jetzt wirklich ein langer Text geworden – sorry.
    Aber von meiner Seite aus, DANKE dass du so offen über dieses Thema schreibst. Mittlerweile weiß ich, dass es sooo viele Frauen gibt, die dieses Thema beschäftigt und die darunter leiden.
    Ich wünsche uns einfach allen, dass die „guten“ Tage überwiegen und immer mehr werden…so wie hoffentlich unsere Haare ebenfalls 🙂

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  • Moni

    17. März 2020

    Hallo Anni,
    ohh wie sehr fühle ich mit Dir😥.Ich selber litt auch über 10 Jahre mit Haarausfall und habe alles mögliche probiert, Spezielle Tinkturen und Shampoos, Nahrungsergänzungsmittel , verschiedene Àrzte, Heilpraktiker usw .und es half alles nichts.Für mich war das so schlimm das ich mich teilweise zuhause verkrochen habe und wollte nicht raus.Immer wenn mich die Leute angeschaut haben dachte ich mir omg die schauen jetzt auf meine Haare….und wenn ich andere Frauen beobachtet habe war der erste Blick auf den Kopf und habe mir gedacht…ach diese Frau hat ja keine Probleme mit Haarausfall…Ich hatte dann das Glück das ich eine Freundin kennengelernt habe die in einem Naturkostladen arbeitete und mir ein Siliziumpräperat empfohlen hat.Ich habe nach 2Monaten gemerkt wie mein Ansatz voller und voller wurde…und jetzt nehme ich immer noch Silizium als Nahrungsergänzung und ich habe wieder Haare.Liebe Anni ich drücke Dich.Es wird alles gut💗
    lg Moni

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  • Julia

    29. März 2020

    Hallo Anni,
    vielen Dank für deinen Beitrag und die Infos zum Gerstengras, Kurkuma und Ashwagandha. Ich finde mich so sehr in dem was du da schreibst wieder. Bei mir hat der Haarausfall mit 21 Jahren angefangen und mittlerweile bin ich 31. Natürlich war ich auch bei vielen Ärzten unter anderem Hautärzten sowie in einer Hautklinik. Gerade die Ärzte hier an meinem Wohnort haben mein Problem überhaupt nicht ernst genommen. Mir fällt ja kein Bein aus sonder bloß Haare …. Ich habe als Diagnose erblich bedingten Haarausfall bekommen. Mein Haar wird an meiner Stirn und in den sogenannten Geheimratsecken dünner. In Hochphasen hatte ich nach dem Haare waschen 250 Haare im Sieb. Und ja… ich hab die gezählt und hätte danach jedesmal brechen können. Nachdem ich verschiedene Mittelchen ausprobiert habe, hat mir letzlich eine vom Hautarzt verschriebene Tinktur weitergeholfen. Es ist eine regelrechte Chemiekeule mit Minoxidil, Cortison und Alphatradiol. Jedoch hatte der Warnsinn dadurch ein Ende. Da ich und mein Partner uns ein Kind wünschen geht es jetzt aber wieder los. Das Mittel will und darf ich nicht nehmen, wenn ich schwanger werden möchte. Das bedeutet ich muss es absetzen und die Haare werden somit auch wieder wie bescheuert ausgehen. Davor habe ich natürlich total Schiss. Eine Unterstützung mit den Pulvern käme da natürlich genau richtig. Ich werde es daher auch einfach Mal testen.

    Viele Grüße und Danke für deine Erfahrungen

    Julia

    reply...
  • 1. Mai 2020

    Findes es sehr mutig, dass du dieses Thema auf deinen Block ansprichst.
    Kopf hoch, leider kann man sich manche Probleme wie z.B. „Haarausfall“ nicht aussuchen.
    Es kann auch stressbedingt sein, vielleicht? Stress dich nicht!!!
    Liebe Grüße

    reply...
  • Tanya

    4. Mai 2020

    Liebe Anni, danke dafür! Ich dachte immer ich bin alleine und keiner hat das Problem. Ich laufe von Arzt zu Arzt und bekomme Zink und Vitamin D und Co. Hilft alles nicht! Ernst nimmt man mich auch nicht weil „sind ja nur Haare“. Ja wenn man genug hat redet man so leicht. Ich kann alles 1:1 nachfühlen was du geschrieben hast und fühle mich selbst jetzt auch irgendwie besser nicht allein zu sein. GRAUENHAFT was einem Ärzte sagen und eigentlich nicht helfen sondern man sich eigentlich nur „abgewimmelt“ fühlt. Sorry aber bei uns in Österreich sagt man, man wird „abgeschasselt“ und das ist auch so. Ich nehme derzeit auch Gerstengras und Kurkuma und auch Menschen die mein Problem kennen und auch wissen wie sehr mir das weh tut meinten, „Die Haare sind schon viel besser!“. Und wenn alle sagen „Stress dich nicht so deswegen“. Nein man stresst sich nicht absichtlich man will einfach nur eine Lösung. Ich versteh so gut wie es dir geht…wirklich Ich habe mir die Haare schneiden, ich weiß mir stehen kurze Haare aber es nicht das was ich will.. Ich nehme Gerstengras und Kurkuma (mit O-Saft) am morgen. Und ebenfalls nehme ich „Pantogar“, weiß nicht ob du das kennst aber ich meine es hilft mir auch. Heißt bei euch in Deutschland glaube ich auch „Pantovigar“ (ähnlich wie Priorin). vl auch nur Placebo-Effekt aber wenn es mir besser geht passt das für mich. Danke, dass du deine Geschichte teilst, hat echt geholfen das zu lesen. Wir kriegen das schon irgendwie hin 🙂 <3

    reply...
  • Michelle

    21. Mai 2020

    Hallo liebe Anni
    Danke erstmal für deine Offenheit
    Mir geht es genau so wie dir mein Haarausfall hat mit 20 angefangen und ich bin jetzt 28 und habe wirklich alles durch ich nehme auch Gerstengras und curkuma ein dennoch hört der Haarausfall einfach nicht auf er wird Nichteinhaltung weniger mittlerweile habe ich richtig Kahle und lichte Stellen am Kopf und weiß einfach nicht mehr weiter ich denke ich werde es jetzt mit einer prp Behandlung versuchen das ist noch so die letzte Hoffnung die ich habe kannst du mir sagen was dir geholfen hat damit der Haarausfall weniger wurde ?
    Liebe Grüße und alles gute

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  • Pia

    10. Juni 2020

    Liebe Anni,
    Ich folge dir bereits auf Insta und bin nun auch auf deinen Blog gestoßen. Nach einigem Schnüstern dann auf diesen Beitrag und dafür möchte ich dir so so sehr danken.
    Ich selbst experimentiere seit einigen Jahren immer wieder meine Haare betreffend herum, habe gefühlt schon immer Haarausfall und immer dünner werdendes Haar. Im letzten Jahr dann so schlimm, dass ich zu Extensions gegriffen habe, trotz dessen, dass mir bewusst war, dass es im Grunde genommen mein Problem nicht löst.
    Dann hatte ich ein Präparat gefunden, was mir half, nun ist es derzeit nicht mehr erhältlich. Was für mich bedeutet, dass die Suche wieder beginnt, wobei diese ewige Suche einen dann auch mürbe werden lässt….aber wem erzähle ich das 😉
    Kurzum ich habe mich abgeholt gefühlt, abgeholt durch deinen Weg. Aufgehoben durch deine Worte…und direkt habe ich nach dem einen Grashalm gegriffen und werde deinem Beispiel folgen mit Kurkuma und Co.

    Du wirst es mit Sichheit häufig hören, aber man spürt direkt dieses Vertrauen. Danke für deine Erfahrungen, ich hoffe meine Haare reagieren ähnlich 🙂

    Ganz liebe Grüße von der Küste

    reply...

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