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Wenn Handwerker pfuschen und man es dann ausbaden darf… Im letzten „Wir bauen ein Haus“ Post zum Thema „Neue Projekte im Garten“ habe ich Euch ja schon kurz erzählt, was sich seit Monaten immer mehr abzeichnet. Der Außenputz des Hauses wurde verpfuscht und ist über den Winter aufgefroren… Aber erst einmal von ganz vorne. Leider muss ich etwas weiter ausholen, damit ich die ganze Geschichte verständlich erklären kann.

Anfang 2017 wurde das Haus verputzt (endlich!) und über zwei Monate war alles in Staub, Abdeckfolie und Klebeband gehüllt. Der Rasen litt, die Fenster und auch die Bewohner. Man kann sich wirklich nicht vorstellen, wie viel Staub so ein Außenputz verursacht und wo sich dieser feine Staub überall festsetzt! Schon während der Verputz-Phase fielen immer wieder Dinge auf, die wir hinterfragten, aber immer abgetan wurden. Zum Beispiel, warum das Pflaster nicht raus gemacht werden musste, damit der Putz ganz runter gezogen werden kann. Oder weshalb der vorabangebrachte Sockelputz nicht entfernt wurde. Die Antwort des Verputzers war „Das passt schon so, keine Sorge!“

Naja gut, man vertraut den „Handwerkern“ natürlich in einem gewissen Maße, denn die haben es ja gelernt und machen ihre Sache tagtäglich, sollte man meinen. Allerdings entpuppten sich diese Aussagen als ziemlich falsch und fahrlässig, aber davon später mehr. Nachdem der Putz und Anstrich halbwegs fertig war, wir alles sauber gemacht hatten, offenbarten sich schon die ersten Mängel. Die Lichtschächte wurden eingeputzt, dass man sie nicht mehr öffnen konnte. Die Hausfarbe war großzügig auf das Pflaster aufgetragen (nichts wurde abgeklebt, obwohl das vorher mehrmals besprochen wurde), an vielen Stellen war unsauber gearbeitet bzw. die Farbe nicht richtig aufgetragen, einige Stellen waren mit Silikon bzw. Acryl ausgebessert und es sah einfach nicht rund aus. Nach einem ewigen hin und her waren wir dann an dem Punkt, dass nachgearbeitet wurde und wir nicht die volle Summe bezahlten.

Wenn Handwerker pfuschen, dann wirds teuer…

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Nach der Nacharbeit war alles etwas besser, aber nicht so wie ausgemacht. Ich wollte aber einfach nur, dass die Arbeiter gehen und nicht noch mehr verschlimmbesserten. Irgendwann ist einfach ein Punkt erreicht, wo man Dinge hinnimmt und keine Kraft mehr hat weiter zu streiten. Im ersten Winter bröckelte es nur ganz leicht hier und da. Man nahm es hin und kehrte die Krümel einfach mit Schaufel und Besen weg. Als dann aber ein paar Monate später Wasserflecke im Keller an den Wänden auftauchten, war das nicht mehr so harmlos. Durch Zufall habe ich die feuchten Stellen beim Staubsaugen hinter den Vorhängen bemerkt und gleich Alarm geschlagen.

Ein paar Tage später war dann der Bauleiter von unserem Rohbau damals vor Ort und hat sich das ganze Übel angeschaut. Er meinte, es ist auf keinen Fall die Fußbodenheizung (das schießt einem nämlich irgendwie sofort in den Kopf), sondern eher von draußen. Also haben wir ein Stück der Terrasse aufgemacht und ein paar Stellen abgedichtet, die das Problem wohl sein mussten. Danach verschwanden die nassen Stellen und für kurze Zeit bzw. über den heißen Sommer war alles gut. Nur leider kam dann der Winter, viel Schnee, Eis und Nässe. Im Keller waren jetzt drei Wände mit nassen Stellen übersäht, außen an der Fassade platzte an jeder Hausseite der Putz ab und bröckelte bei leichter Berührung sofort ab.

Im Frühjahr versuchte ich mehrfach den Verputzer zu kontaktieren. Anrufe blieben unbeantwortet, auf Emails wurde nicht reagiert und Whats-App Nachrichten nicht gelesen. Immer wieder versuchte ich (auch mit anonymer Nummer) anzurufen und eines Tages hatte ich die Tochter am Telefon, die mich abwimmeln wollte, ich mir das Spielchen nicht mehr gefallen lies. Sie erzählte mir, der Vater hätte so viel zu tun und hätte wohl vergessen zurück zu rufen. Einen Termin für eine Begutachtung der Mängel könne man auch nicht ausmachen, denn wie gesagt, er würde rund um die Uhr arbeiten. Aber ja, er ruft auf jeden Fall morgen zurück. Natürlich hat keiner zurück gerufen und nach zwei weiteren Tagen nahm ich den Telefonhörer wieder in die Hand.

Ich hatte wieder die Tochter am Telefon. Ja der Vater würde nicht verstehen was ich sage, da er so schlecht deutsch spricht (Italiener), deswegen solle ich ihr alles sagen und sie gibt es dann weiter. Schon bei dieser Aussage platzte mir fast der Kragen! Denn ich wusste, dass dieser Typ neben dem Telefon saß, alles mithörte und ganz genau verstand was ich sagte. Es sprudelte nur so aus mir heraus und ich machte meinem Ärger ziemlich Luft! Wie erbärmlich es sei, seine Tochter vorzuschicken, die mit der Sache nicht zu tun hat. Sich verleugnen zu lassen. Anrufe und jegliche Kontaktversuche zu ignorieren und mit fadenscheinigen Ausreden um die Ecke zu kommen. Ich wollte die Schäden behoben haben und zwar schnellst möglich!

Ich nix verstehen?! Und außerdem – Ihr wolltet das doch so!

Wenn das nicht in den nächsten Wochen passieren würde, bekäme er Post von meinem Anwalt. Aus dem Hintergrund hörte ich italienische Schimpfwörter und da war es klar, dass der nette Verputzer die ganze Zeit mitgehört hatte. Die Tochter sicherte mir zu, dass ihr Vater Ende März zu einem Termin vorbei kommen würde. Ich willigte ein und sagte Ihr noch, dass sie am besten mitkommen und als Übersetzer fungieren sollte, denn da Ihr Vater ja kein Wort von dem versteht was wir sagen, es wohl so besser wäre. Ich glaubte nicht daran, dass der Typ auftauchen würde, aber ich würde mich überraschen lassen.

Da ich mir von einem „Profi“ mal sagen lassen wollte, was da alles falsch gemacht wurde, machte ich einen Termin mit einem anderen Verputzer. Der konnte sofort am nächsten Tag einen Termin einplanen und war pünktlich vor Ort. Wir sahen uns alles an und er kam zu dem Entschluss, dass hier wissentlich falsch gearbeitet und diese Schäden in Kauf genommen wurden. Ich kochte innerlich und hätte am liebsten losgeheult… Vor meinem inneren Auge hat ich wieder all den Dreck un den Ärger, der noch auf mich zukommt und am liebsten wäre es mir gewesen, ich wache möglichst schnell aus diesem Alptraum auf. Leider war es aber die Realität und ich besprach mit dem netten Verputzer, wie ich weiter vorgehen sollte. Er riet mir, auf jeden Fall den „Italiener“ kommen zu lassen und ihn zu fragen, wie er die Schäden beheben wolle.

Natürlich erzählte ich von der ganzen Story und auch der Verputzer konnte nur den Kopf schütteln. Ich fragte ihn, ob er mir trotzdem mal ein Angebot machen könne, damit ich weiß, auf wie viel ich mich einstellen müsse. Ein paar Tage später flatterte das Angebot in meinen Briefkasten und als ich die Endsumme las, wäre ich fast umgekippt! 10.000 Euro! Nur um den Pfusch des Italieners auszubessern?! Ja und jetzt heulte ich… die ganze angestaute Wut, der Ärger, Frust. Es sprudelte aus mir heraus. Ich schlafe seit Monaten schlecht, denn dieses Thema verfolgt mich Tag und Nacht. Und ich möchte es einfach nur zu einem Ende bringen.

Ein Monat verging und es war der besagte Tag im März gekommen. Ausgemacht war 11 Uhr vormittags. Um 10 Uhr klingelte es an der Tür. Ich hatte mir schon so etwas gedacht und schon seit 9 Uhr bereit für den Termin. Zuerst keine Zeit und immer Arbeit und jetzt auf einmal eine Stunde zu früh? Sehr komisch, aber egal. Er war da und es ging los. Natürlich stritt er alles vehement ab. Wir hatten damals mehrfach (unter Zeugen) nachgefragt, ob nicht das Pflaster raus und der Sockelputz erneuert werden müsse. Er sagte, wir hätten das so gewollt. – Natürlich! Jeder Hausbesitzer möchte solche Schäden an seinem Haus und wieder Unmengen an Geld ausgeben! – Ich musste mir bei jedem Satz auf die Zunge beißen, denn wenn ich das gesagt hätte, was ich sagen wollte, dann wäre da wohl kein Gras mehr gewachsen…

10.000 Euro, um den Pfusch anderer auszubessern?

Nach ewigen hin und her, drehte er uns einfach den Rücken zu und wollte gehen. Ich fragte wohin er wollte, keine Antwort. Ich schrie ihm hinterher, wieder keine Reaktion. Dann liefen wir ihm nach und packten in an der Schulter. Was ist das bitte für ein Verhalten? Bis dahin hatten wir ein „normales“ Gespräch geführt und wollten die Problematik sachlich regeln. Jetzt platze mir der Kragen und die Tränen kullerten mir nur so über das Gesicht. Ich fragte ihn, ob ihm das an seinem Haus gefallen und er das auch so hinnehmen würde?! Was wir jetzt seiner Meinung nach tun sollten und ob er wirklich allen Ernstes an seinem Standpunkt festhält, dass ihm keine Schuld trifft?! – wir alle wussten, dass er Schuld hatte, auch er selbst! – Er druckste herum und dann sagte er, ok er würde uns einen neuen Sockelputz machen, allerdings nur an den schlimmsten Stellen.

Meine Antwort war „NEIN“! Es muss alles gemacht und nicht nur irgendetwas herum geflickt werden. Nach einer weiteren halben Stunde Diskussion waren wir soweit, dass er uns sein Wort (bla bla bla) gab, alle Mängel zu beseitigen, wir aber das Pflaster heraus holen und den Sockelputz abtragen müssten. (Ähm, warum hat er das nicht vorher schon gesagt, als wir ihn tausend Mal darauf angesprochen habe?!) Gut, wir willigten ein und er sagte, dass er frühestens im Mai/Juni anfangen könne (er hat ja so viel Arbeit!), wir ja aber schon mal mit den Vorarbeiten loslegen könnten, denn dann kann das nasse Mauerwerk auch trocknen. Der Italiener stieg ins Auto und fuhr davon. Wir alle sahen uns an und hatten das gleiche, schlechte Gefühl. Ich wollte nicht, dass dieser Mensch noch einmal mein Grundstück betritt und mehr Schaden am Haus anrichtet.

Deswegen kontaktierte ich nochmal den netten Verputzer und besprach mit ihm, wie wir weiter vorgehen sollten, denn ich hatte da schon so ein ungutes Gefühl, was sich auch bewahrheiten sollte. Drei Wochen später rief ich den Italiener wieder an, natürlich keine Antwort. Auch die Nachrichten per Whats-App liefen ins Leere. Dann hatte ich Glück und es nahm jemand den Hörer an der anderen Seite ab. Ich fragte, wann wir loslegen können, denn das Wetter war gut und er meinte damals beim Termin zu uns, dass das Ganze an zwei Samstagen geschehen sei (was ich damals schon nicht glaubte).

Er antwortet in einem Kauderwelsch aus deutsch und italienisch: „Ich bin gerade in Italien, kann nicht kommen.“ Ich fragte ihn, bis wann er wieder hier sei und was mit der vielen Arbeit wäre von der er immer gesprochen hat? „Die nächsten 5 – 6 Wochen und danach keine Zeit, so viele Aufträge!“ Ich legte auf und hätte das Handy am liebsten Wand geworfen. Ich war so sauer, ich hätte am liebsten etwas kaputt gemacht! Warum wusste ich es einfach? Mein Gefühl hat also gestimmt! Der Italiener ist ein Lügner vor dem Herrn!

„Hab leider so viel zu tun! Und jetzt mach ich erst mal ein paar Monate Urlaub!“

Das Thema war für mich jetzt abgehakt und ich telefonierte nochmal mit dem netten Verputzer und bat ihn nochmal vorbei zu kommen. Ich würde in den sauren Apfel beißen, aber ich wollte, dass es richtig gemacht wird. Also war er letzte Woche da, wir haben alles besprochen und er meinte, dass wir das alles gut hinbekommen werden. Allerdings wird es sicher 2 -3 Monate dauern (wenn nicht länger), bis alles soweit bearbeitet ist, damit keine Schäden und Mängel mehr offensichtlich sind.

Das heißt im Klartext: Um das komplette Haus herum muss das Pflaster heraus gerissen werden, auch der Splitt und Schotter muss bis zu einer gewissen Tiefe raus, der Außenputz wird am Sockel eingeschnitten, komplett abgetragen, angeschliffen, das Mauerwerk versiegelt, neuer Putz drauf, streichen, wieder alles an Splitt und Schotter rein, Pflaster (jeder Stein muss neu geschnitten werden!) drauf. Fertig. Dazwischen gibt es natürlich noch Trocknungsphasen. Aber dann wäre alles so wie es ein sollte und wie es gleich am Anfang hätte gemacht werden MÜSSEN! Wie es mit den Kellerwänden weiter geht haben wir noch gar nicht besprochen, wichtig ist jetzt erst mal, dass das Problem außen behoben wird und das so schnell wie möglich. Denn jedes Mal wenn es regnet, zieht sich der Putz mit Wasser voll und gibt das natürlich an das Mauerwerk ab.

Der Sommer fällt dann wohl aus…

Auf den Bildern sieht man das ganze Ausmaß und ich kann irgendwie nur noch den Kopf schütteln. Wie es weiter geht, wie lange alles dauert und ob sich der Italiener nochmal meldet? Tja, das steht alles noch in den Sternen. Ich halte Euch aber auf dem Laufenden. Während ich den Beitrag tippe, sind wir schon dabei die ersten Schritte für die Vorbereitung des neuen Außenputzes zu treffen. Drückt die Daumen, dass alles gut geht.

Und wer sich jetzt fragt, warum kein Anwalt eingeschaltet wird. Ja, am Anfang wollte ich das, als ich dann aber erfahren habe, wie viele Jahre sich so ein Rechtsstreit (meiner dauerte damals auch zwei Jahre) in Sachen Baumängel hinziehen kann, nämlich zwischen 3 – 5 Jahre! War sofort klar, das Geld stecke ich lieber sofort in die Beseitigung der Mängel und nicht in einen jahrelangen Streit. Das habe ich alles schon hinter mir und keine Kraft mehr dafür. Zudem hat der Italiener ja keinerlei Interesse daran überhaupt etwas zu machen. Und ich will eigentlich auch gar nicht mehr, dass er hier irgendetwas macht, denn warum sollte er es jetzt richtig machen? Warum hat er es nicht gleich beim 1. Mal korrekt gemacht?

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Kommentare:

  • Ramona

    28. April 2019

    Liebe Anni, ich wünsche dir ganz viel Kraft und hoffe sehr, dass das Ergebnis dann passt und endgültig Ruhe einkehrt. Alleine bei der Vorstellung im Keller irgendwo Wasserflecken zu entdecken nach drei Jahre im Haus (wir sind 2016 eingezogen) bekomme ich eine Gänsehaut und Schweißausbrüche…
    Das mit dem Rechtsstreit kann ich Verstehen weil es unendlich viel Geld und Nerven kostet, außer du hast eine Rechtsschutzversicherung die solche Dinge mit abdeckt, dann würde ich mir eine Freigabe einholen und einen Anwalt damit beauftragen, damit man sich selbst nicht rumärgern muss.
    Dieser Italiener sollte euch jeden Cent und noch mehr zurückzahlen müssen, eine bodenlose Frechheit sowas!
    Halte durch und denke an den schönen Sommer nächstes Jahr, wenn dann hoffentlich alles fertig ist. Und ich finde deinen Garten wirklich super schön und wenn du in seine Richtung vom Haus aus blickst, kannst du ja vll mal kurz ein bisschen abschalten, wenn du die Baustelle und den Dreck hinter dir nicht siehst, sondern deine wundervollen Pflanzen und das alles 😊!
    Liebe Grüße aus Niederbayern, Ramona

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  • Isabell

    28. April 2019

    Ach Gott, sowas wünscht man keinem! Ganz schlimm wenn solche Pfuscher so eine Arbeit leisten und am Ende vielleicht noch dazu das ganze Handwerk / die ganzen Handwerker in Verruf bringen. Habe gerade auch Probleme mit meinem damaligen Vermieter. Wohne seit 1 Jahr in der neuen Wohnung und habe bis heute meine Kaution nicht zurück. Briefe werden nicht angenommen, nicht abgeholt und auch so kommt man nicht an ihn ran. Ich wünsche niemanden etwas schlechtes, aber das sich manche Menschen für ihr Verhalten nicht schämen ist traurig. (und bei dir geht es ja noch um eine viel größere Summe)
    Ich wünsche dir, dass bald alles gut wird. Halte durch!

    reply...
  • Nina

    28. April 2019

    Das ist ja mal mega ärgerlich. Ich hoffe, es wird alles bald und ordentlich behoben.
    Das einzige, was mich an deinem Artikel etwas stört, ist dass du die ganze Zeit hervorhebst, dass dein alter Verputzer „Italiener“ ist. Spielt das eine so große Rolle? Was für ein Landsmann ist denn der „nette“ Verputzer?

    Liebe Grüße
    Nina

    reply...
  • Worldofsaleem

    28. April 2019

    Wirklich ein schreckliches Szenario und so so schade – da ist man endlich fertig und könnte den Sommer genießen und dann sowas. Aber bitte tue uns den gefallen und zeig den Herrn Italiener an wegen vorsätzlicher Sachbeschädigung. Wenn das sein Beruf ist und er sein „Handwerk so schlecht beherrscht muss man andere davor warnen können bzw. hat der auf keiner Baustelle was verloren. Bitte dokumentiert Dir alles mit Datum Fotos und Zeugen – Schadenersatz dauert ewig gerade bei so windigen gestallten aber Sachbeschädigung in dem Ausmaß müsste saftig bestraft werden. Ich kommentier eigentlich nie aber das mit dem Haus tut in der Seele weh. Ich wünsch Dir viel viel Kraft.

    reply...
  • Silvia aka silviwuhuu

    28. April 2019

    Liebe Ann-Christin,
    Deinen Ärger kann ich nachvollziehen, Baumängel sind leider sehr Zeit- Und Nervenraubend. Leider muss man sagen, dass man dem Verputzer nicht die alleinige Schuld für die unschöne und nasse Fassade geben kann, auch wenn er sehr unzuverlässig und evtl. auch kein Meister seines Fachs zu sein scheint.
    Ich bin Architektin und habe tagtäglich mit solchen Angelegenheiten zu tun. Die Ursachen für Euer Problem sind meiner Meinung nach auch ein Ergebnis vieler unglücklicher Umstände. Solange euer Haus noch nicht verputzt war, könnte die Feuchtigkeit nach außen weg, mit dem Ausenputz habt Ihr Euer Haus von ausen versiegelt und das wasser hat sich andere Wege gesucht, nämlich ins Innere Eures Hauses. Aber dass Feuchtigkeit da ist scheint ja offensichtlich. Euch fehlt anscheinend auch eine ordentliche Abdichtung der Außenwand im Perimeter- bzw. Kellerbereich. Hattet ihr beim Bau ein Baugrundgutachten? In dem geklärt wird welcher Lastfall für eine Außenabdichtung anzusetzen ist, bzw. Welcher Lastfall überhaupt vorhanden ist, je nach Lastfall können hier richtig aufwändige Abdichtung benötigt werden. Anhand der Aussage aus dem Baugrundgutachten kann dann die richtige Außenabdichtung vom Architekt geplant werden. Wir empfehlen unseren Bauherren immer ein Baugrundgutachten anfertigen zu lassen, da es sowohl für die Statik als auch für die Abdichtung sehr wichtig sind. Leider ist ein solches Gutachten kein Muss, sondern auf freiwilliger Basis vom Bauherrn.
    Der Verputzer ist ja nur das letzte Glied, sicher hat Euer Putzer hier auch fahrlässig gehandelt und Euch falsch beraten. Die ganze Schuld für den Schaden trägt er aus meiner Sicht aber nicht. Euch scheint schlichtweg eine vernünftige Abdichtung zu fehlen, was das eigentliche Übel ist und genau zu solchen Schäden führt wie ihr sie jetzt habt. Eine solche Abdichtung wird üblicherweise von der Rohbaufirma mit ausgeführt, zumindest ist das hier bei uns Gang und Gäbe, natürlich muss auch die Abdichtubgsebene der Fassade korrekt an die eigentliche Abdichtung angeschlossen werden, da es sonst eben auch zu solchen Mängeln kommt … trotzdem ist es natürlich ärgerlich und für den Bauherrn immer mit Stress und viel Geld verbunden solche Fehler und Mängel beseitigen zu lassen.
    Ich hoffe Euer neuer Putzer des Vertrauens kann den Schaden beheben und Euer Haus vor weiteren Mängeln dieser Art bewahren.
    Ich kenne natürlich nicht Eure Gebäudedetails, dies ist nur eine Ferneinschätzung, anhand Deines Berichtes. Ich wünsche Euch alles Gute für die Mängelbeseitigung!
    Trotz allem ist es natürlich eine Unart wie sich Euer Verputzer aufführt und dass er seinem Berufsstand keine Ehre macht ist auch klar, traurig dass es leider immer mehr Pfuscher am Bau gibt.
    Viele Grüße aus Sachsen
    Silvia

    reply...
      • Silvia

        28. April 2019

        Da hast Du Recht, der Putzer hätte einiges besser machen können und hat Euch einfach falsch beraten. Wäre ich nicht vom Fach hätte ich auch auf sein Urteil vertraut, da man wie Du sagst ja davon ausgeht, dass ein Handwerker sein Fach versteht. Es ist ja auch eine Frage der Gewährleistung, hier sollte er sich ja auch bemühen, dass alles korrekt ist.
        Ich wünsche Euch wie gesagt, dass es jetzt fachlich alles hin haut und ihr dann Ruhe und eine schöne Fassade habt!!
        Alles Gute!

        reply...
    • Anonymous

      28. April 2019

      Den Gedanken mit der Abdichtung hatte ich auch Silvia!

      Ich hoffe der Schaden kann zügig und abschließend behoben werden Anni! Halte durch!
      LG Britta

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  • Anonymous

    28. April 2019

    Bah wie ärgerlich!!!
    Unverschämt hoch drei!!!!!

    reply...
  • 28. April 2019

    Oh man. So etwas braucht nun wirklich kein Häuslebauer… Das tut mir so leid, dass ihr nun wieder so viel Stress und Ärger mit dem Haus habt. Das belastet natürlich ungemein. Ich drücke die Daumen, dass mit dem neuen Verputzer nun alles gut wird, alle Mängel behoben werden und ihr irgendwann ohne Sorgen im Garten sitzen könnt. Halt die Ohren steif! Du schaffst das.

    Liebste Grüße von mir,
    Sarah

    reply...
  • Lisa

    28. April 2019

    Ich könnte mir eher vorstellen,dass du keinen Anwalt einschalten möchtest,weil „der Italiener“ euch den Putz schwarz gemacht hat…klingt nämlich so,als wäre hier (um Geld zu sparen),an der Finanz vorbeigearbeitet worden!

    reply...
  • Stephan

    28. April 2019

    Hallo Ann-Christin,
    es ist sehr bedauerlich, dass Ihr auch Ärger mit Eurem schönen Haus/Bau habt – leider kommt dies regelmäßig bei Neubauten vor, da es sich hierbei ja um ein Werk (Handwerk) handelt und nicht um ein industriell hergestelltes Produkt! Und wo Menschen arbeiten passieren Fehler! Aber hier scheint es Deiner Schilderung nach wohl eher so zu sein, dass der beauftragte Handwerker – gleich welcher Nationalität – entweder die Arbeiten nicht besser/fehlerfrei erledigen konnte oder wollte!
    Unabhängig davon, ob Ihr nun rechtliche Schritte gegen den Handwerker unternehmen wollt oder nicht, den Ärger, den Dreck, die Arbeit usw. habt Ihr als Häuslebauer und Bewohner!
    Hierzu noch kurz folgendes: Rechtsstreitigkeiten im Baurecht werden in der Regel nicht von einer Rechtsschutzversicherung übernommen (siehe Kleingedrucktes im Versicherungsvertrag oder den allgem. Versicherungsbedingungen), sind oft sehr kostenintensiv (derjenige, der etwas vom Anderen möchte muss zunächst Anwalts,- Gerichts- und Gutachterkosten vorstrecken und selbst im Falle des Obsiegens ist nicht sichergestellt, dass der Unterlegene die Kosten anschließend übernehmen kann – wo kein Geld zu holen ist, verläuft eine Zwangsvollstreckung (kostet auch wieder Geld welches vorzufinanzieren ist) im Sande und dauern regelmäßig über mehrere Jahre allein in einer Gerichtsinstanz! Während des gerichtlichen Verfahrens muss der Bau zumindest bis zum gerichtlich bestellten Gutachten im sog. Beweissicherungsverfahren (kostet wieder extra Geld welches vorfinanziert werden muss) Ruhen und die entstandenen Schäden am Haus werden ggf. weiter größer! Am Ende eines derartigen Prozesses steht dann oft ein Vergleich und man hat sehr viel Geld, Zeit und Nerven gelassen!
    Somit kann ich aus wirtschaftlicher Sicht sehr gut nachvollziehen, dass Ihr von dem beauftragten Handwerker enttäuscht seid und Euer Geld lieber in die Beseitigung der Schäden investieren wollt, als in einen langjährigen Rechtsstreit an dessen Ende zwar viel Geld verbrannt worden ist, aber die Schäden noch nicht beseitigt sind – und wenn bei dem Handwerker ggf. nichts zu holen ist, ärgert man sich noch mehr!
    Ich wünsche Euch viel Erfolg mit der Mängelbeseitigung durch den nun beauftragen Fachmann!

    Viele Grüße

    Stephan

    reply...
  • Sine

    28. April 2019

    Ich kann mich dem Kommentar von SILVIA AKA SILVIWUHUU nur anschließen. Bin auch Architektin und sehe hier nicht (nur) die Schuld bei dem Verputzer. Viel mehr scheint es so als ob bereits die Anbringung der Abdichtung fehlerhaft ist die dann das Problem verursacht. Baufehler sind immer unschön, wünsche dir alles Gute.

    reply...
  • Jil

    28. April 2019

    Das hört sich echt schlimm an…Vielleicht solltest du überlegen das Haus zu verkaufen? Alleine brauch man ja kein so großes Haus… Ich frag mich immer wie eine Person es schaffen soll alleine den Kredit für ein Haus abzubezahlen…

    reply...
  • Miriam

    28. April 2019

    Liebe Anni,
    Es tut mir wirklich wahnsinnig leid, dass ihr einem so inkompetenten Pfuscher aufgesessen seid. Wir haben letztes Jahr unser Haus gekauft und beim Lesen deines Beitrags musste ich mehrmals schlucken… Das ist wirklich so furchtbar. Das du keine Lust und Kraft auf einen jahrelangen Rechtsstreit hast, kann ich gut verstehen. Irgendwann sind die Batterien auch mal aufgebraucht und man muss an sich und sein Seelenheil denken. Mich macht die Geschichte aber auch unfassbar wütend. Es ist einfach nur ungerecht und ich hoffe, dass dieser Mensch doch noch irgendwie bestraft wird.
    Alles Liebe für dich.
    Miriam

    reply...
  • Grete

    28. April 2019

    Liebe Anni,
    Was dir da passiert ist tut mir unheimlich leid und ich hoffe du kannst allen Frust und Ärger bald hinter dir lassen und dich dennoch auf den Sommer freuen!
    Was für Schlüsse ziehst du daraus für die Zukunft oder kannst du anderen mitgeben? Ich finde es immer toll wie wir alle etwas von dir lernen, du teilst ja deine Lebenserfahrungen
    Viel Kraft, du schaffst das ❤️
    Xx
    Grete

    reply...
  • 29. April 2019

    Das ist echt krass und leider nicht die erste Story, die ich über Pfusch am Bau lese bzw. höre. Genau genommen hört man leider viel zu oft solche Geschichten. Nicht nur tierisch ärgerlich für die Betroffenen wie dich, sondern auch für die Handwerker, die einen guten Job machen. Das Image des Handwerks leidet durch solche schwarzen Schafe total. Ich drücke dir die Daumen, dass die Behebung der Schäden ohne große Katastrophen gemacht werden kann.

    Liebe Grüße, Milli
    (https://www.millilovesfashion.de)

    reply...
  • Ulla Kramer

    1. Mai 2019

    Liebe Anni,
    ich habe das Gefühl, dass Handwerkerpfusch wird immer gehäufter auftritt. Bei uns war es ein angeblicher Gas /Wasser /Heizungsmeister, jedenfalls gab er sich als solchen aus. Nach Gutachterbericht den wir anforderten gab es 31 gravierende Mängel. Eine Wohnung im neu gekauften 2 Familienhaus ist unbewohnbar und der Pfusch hat mittlerweile einen Streitwert von 170.000 Euro! Mieteinbußen, Möbeleinlagerung, Fußbodenheizung muß komplett wieder raus, ebenso alle Rohrleitungen die diese Pfuscher eingebaut haben. Uns wurde gedroht, dass eine Klage, die wir dann selbstverständlich anstrebten keinen Nutzen hätte, da die Handwerker immer Recht bekämen.
    Nun dauert dieser glasklare Rechtsstreit schon über ein Jahr und es ist nicht vorhersehbar, wann und ob wir nach der nächsten Gerichtsverhandlung im September überhaupt weitermachen dürfen….
    Alle Reparaturversuche dieser Firma endeten in immer größeren Fiaskos. Eigentlich müsste dieser Bau ins Fernsehen.
    Du siehst, wir leiden mit dir und hoffen ebenso wie du auf ein glückliches Ende.
    Liebe Grüße
    Ulla aus Philippsburg

    reply...
  • Mona

    6. Mai 2019

    Ach du sch… , das klingt schrecklich. Ich kann total verstehen, warum du keinen Rechtsstreit willst, aber ich persönlich würde das niemals auf mir sitzen lassen. Auf genau so was setzen solche Leute, dass man es dann einfach hinnimmt. Habt ihr keine Rechtsschutzversicherung?
    Den Pfuscher hätte ich auch nicht mehr ins/ans Haus gelassen, aber die entstehenden Reparaturkosten würde ich ihm zu Lasten legen…

    reply...
  • Monika

    11. Mai 2019

    Liebe Anni,

    da kann auch ich ein Lied von singen. Es ist nicht ganz so extrem aber wir müssen es auch auf unsere Kostentragen, da die Gewährleistung vorbei ist.
    Wir haben Gott sei Dank keine Feuchtigkeit im Haus aber der Sockelputz an den Ecken , wo die Haustür sitzt hat Blasen und löst sich. Anscheinend ist der Putz nicht bis runter zum Fundament richtig abgedichtet.
    Ich warte jetzt auf den Kostenvoranschlag.
    Bei uns muss auch ein wenig Pflaster hoch.

    Eich alles Gute. Ich drücke die Daumen.

    Monika

    reply...
  • Ines

    12. Juni 2019

    Oje, das hört sich gar nicht gut an! Ich hoffe ihr steht das gut durch.
    Meine Familie und ich werden demnächst in unser neues Zuhause ziehen. Ich hoffe, dass alles reibungslos abläuft, ansonsten freue ich mich schon sehr darauf unser Heim gemütlich einzurichten.
    Alles Liebe,
    Ines

    reply...

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