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Sonnensegel im Garten – Material, Aufbau, Befestigung und alle wichtigen Infos. Wie lange hatte ich mir das schon gewünscht. Immer wieder überlegt und getüftelt. Doch ein Sonnenschirm, ein Pavillon oder ein Überbau? Nein, Nummer 1 war immer das Sonnensegel.

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Und letztes Jahr im Sommer war es dann soweit. Es wurde geplant, Material besorgt und dann losgelegt. Ich habe mich wirklich lange und breit informiert, was wichtig ist, worauf man achten sollte, und, und, und. Also, bitte macht das auch. Ich erzähle hier nur von meinen Erfahrungen und wie wir es gemacht haben. Für uns hat das so perfekt gepasst und was man noch dazu sagen muss, meine Familie ist handwerklich ziemlich begabt, deswegen war das auch kein Akt. Wir konnten meine Vorstellungen 1A umsetzen.

Ihr könnt dafür ja mal in das Sonnensegel Story Highlight auf Instagram gucken. Das ist ganz interessant und man sieht auch Schritt für Schritt, wie wir alles aufgebaut haben. Also erst informieren, planen und dann loslegen. Die Gegebenheiten sind ja überall unterschiedlich. Das Sonnensegel muss auf jeden Fall bombenfest sitzen. Egal ob an Hauswand, Baum, einem Masten, usw. denn der Wind und die große Fläche des Sonnensegels können ziemliche Kräfte entwickeln. Die Befestigung muss passen und wenn das gegeben ist, ist der Rest ein Kinderspiel.

Wie schon gesagt, es war lange ein Traum und ich kann es jedem nur empfehlen, sich auch ein Sonnensegel zu holen. Das Feeling ist einfach wundervoll. Auf der Gartenlounge zu liegen und das schöne Wetter zu genießen ist einfach toll. Das Sonnensegel macht angenehmen Schatten und man fühlt sich einfach etwas wohler. Weil es so auch irgendwie gemütlicher und beschützter ist. Ein paar Kerzen, Lichterketten, Pflanzen und dann ein wundervoller Sonnenuntergang. Perfekter kann es gar nicht sein.

Die Mühe war es auf jeden Fall wert und so wie wir es umgesetzt haben, genau richtig. Da das Sonnensegel ja jetzt auch schon knappes Jahr hängt, kann ich auch meine Erfahrungen teilen. Wie es sich bei Regen und Gewitter verhält und wie der Ab- und Aufbau ist.

Wenn Ihr noch mehr zum Thema Garten, Hausbau, DIY lesen wollt, dann stöbert einfach ein bisschen durch die Kategorien oder schaut bei Instagram vorbei.

Sonnensegel im Garten – Material, Aufbau, Befestigung und alle wichtigen Infos

Das brauchst du für ein Sonnensegel im Garten:

Material und Befestigung für das Sonnensegel

Wie schon gesagt, man muss vorab prüfen, wie die Gegebenheiten sind und danach dann das Material auswählen. Bei unserem Projekt war es so, dass wir zwei Punkte am Haus befestigen und zwei weitere auf der gegenüberliegenden Seite am Gartenzaun.

Da aus der Bauzeit noch ein langer Stahlmasten (der eigentlich mal ein Fahnenmasten werden sollte) übrig war, wurde dieser kurzerhand in zwei Teile geschnitten. Die beiden Masten waren also die Gegenstücke zum Haus.

Da die Gartenzaun Hülsen damals ca. 70 cm in den Boden (Mineralbeton) gestampft wurden, hat es sich angeboten, in en Hohlraum noch eine Eisenstange zu klopfen, um so noch mehr Stabilität zu bekommen. Quasi Eisenstange, Gartenzaun und darüber der Edelstahlmasten.

Einbetoniert wurde bisher nichts. Wir wollten erst einmal testen, ob es auch so hält. Und ja, das hat es. Auch bei sehr starken Gewittern und Wind, hat alles einwandfrei gehalten.

Allerdings steht die Überlegung im Raum, dass wir noch zwei kleine Fundamente in die Hecke betonieren und so einen Gegenzug erzeugen, um die Masten noch stabiler machen. Falls wir das machen, gibt es dazu natürlich ein Update.

Befestigt ist das Sonnensegel also an zwei Stahlmasten und an den Dachbalken vom Haus. An den Stahlmasten sind je eine Umlenkrolle für das Seil und ein Ring mit Schäkel angebracht, um hier alles zu fixieren und gut zu spannen.

Wichtig ist, dass alle Materialien der „Last“ standhalten. Denn der Wind kann mit so einem Sonnensegel ganz schöne Kräfte entwickeln und es möchte ja keiner, dass eine Verankerung aus der Hauswand oder ähnliches gerissen wird.

Also achtet beim Kauf auf die Angaben und fragt gegebenenfalls vor Ort oder im Baumarkt nach, wenn Ihr das Material kauft. Was Ihr für Euer Sonnensegel genau braucht, kann ich nicht sagen, da ich nicht weiß, wie es bei Euch aussieht, aber vielleicht hilft Euch ja mein Bericht oder die Bilder schon ein wenig weiter und Ihr könnt dann alles weitere für Euch planen und umsetzen.

Auch vom Preis her fällt das wohl ziemlich unterschiedlich aus. Ich musste nur die ganzen Materialien + Sonnensegel kaufen, den Masten hatte ich ja schon. Ich denke, das ganze Material hat so um die 150 Euro gekostet.

Sonnensegel anbringen und spannen

Wenn alle Befestigungspunkte aufgestellt, bzw. angebracht sind, geht es weiter mit dem Anbringen des Sonnensegels.

Der Aufbau von Dachbalken zu Sonnensegel ist wie folgt: Dachbalken –> Halterung –> Karabiner –> 1. Seilschlaufe mit Kausche und Simplexklemme –> Seil –> 2. Seilschlaufe mit Kausche und Simplexklemme –> Spanner –> Halterung Sonnensegel.

Der Aufbau von Sonnensegel zu Stahlmasten ist wie folgt: Halterung Sonnensegel –> 1. Seilschlaufe mit Kausche und Simplexklemme –> Seil –> Umlenkrolle –> 2. Seilschlaufe mit Kausche und Simplexklemme –> Spanner –> Schäkel –> Befestigung Stahlmast (Ring).

So ist es für das angebrachte Sonnensegel am Sinnvollsten. Denn so kann man es einfach nachspannen (das sollte man regelmäßig tun) und man kann es auch schnell und einfach abmontieren. Sei es bei Unwetter oder über den Winter. Und ja, ein Seil ist nötig. Man soll das Sonnensegel nicht direkt an den Befestigungspunkten anbringen. Ich denke, das ist einfach besser, wegen der Last/Kraftverteilung. Und auch einfach sinnvoller, damit man besser nachspannen und bei einer Fläche, ausgleichen kann.

Ich habe jedes Eck bzw. die Seile mit einem Stück Gewebeklebeband markiert und hier die Seiten drauf geschrieben. So braucht man alles nur einhaken, festziehen und spannen. Allerdings sollte man beim eigentlichen Bau und auch bei der Anbringung mindestens zu zweit, wenn nicht sogar zu dritt sein. Das ist einfach leichter und geht dann auch schneller.

Das eigentliche anbringen und spannen dauert keine 20 Minuten. Also diesen Sommer waren wir wirklich in ganz kurzer Zeit fertig. Wir haben ein bisschen was optimiert, aber das Anbringen ging dann ruckzuck.

Und wie gesagt, wenn man die Seile beschriftet, muss man das Sonnensegel nur einmal ausrichten und dann einfach aufhängen. Fertig.

Vorher – Nachher

So einen großen Unterschied sieht man gar nicht. Und das finde ich auch gut. Denn das Sonnensegel soll, in meinen Augen, auch nicht auffällig sein. Und das ist es auch nicht. Es fügt sich einwandfrei in das Bild ein und tut was es soll: Schatten spenden.

Ich finde so eine „Überdachung“ macht sehr viel aus. Es hat einfach diesen Gemütlichkeitsfaktor und was noch wichtiger ist, es hält die Sonne zum Großteil fern, was ja auch so gewollt ist.

Auch die Stahlmasten am Gartenzaun fallen kaum auf. In ein paar Jahren ist die Hecke sowieso noch dichter gewachsen, dann wird man die Masten gar nicht mehr sehen. Perfekt! Genau so wollte ich das haben. Es soll kein störender Fremdkörper sein, sondern sich einfügen. Alles richtig gemacht würde ich sagen.

Den ganzen Tag Schatten, dank Sonnensegel

Die Hauptprämisse eines Sonnensegels ist ja die, dass es die Sonne abhalten und Schatten spenden soll. Da auf der oberen Terrasse wirklich den ganzen Tag die Sonne scheint, musste hier eine Lösung her. Und die sinnvollste Variante war da, ganz klar, ein Sonnensegel.

Ein paar Tage habe ich beobachtet, wie die Sonne und der Schatten sich verhalten und danach die Größe des Segels ausgesucht. Mein Sonnensegel ist jetzt 4,6 x 4,6 m groß. Das ist genau richtig und der Schatten ist von Vormittag bis zum frühen Abend genau da wo er sein soll, bei der Gartenlounge. Das war mir einfach wichtig, dass man da gemütlich im Schatten sitzen kann und einem nicht die Sonne auf den Kopf brennt.

Das Sonnensegel ist wasserdurchlässig, das heißt, dass leichter Regen abgehalten wird und starker Regen durch geht bzw. abläuft. Das kommt ganz auf die Neigung an. Ein gewisser Prozentsatz an Neigung sollte gegeben sein (ist es bei meinem), damit bei sehr starkem Regen das Segel nicht durch hängt, weil sich das Wasser am Mittelpunkt sammelt. Wobei das bei einem wasserdurchlässigen Segel sowieso nicht passiert. Das passiert nur, wenn man ein wasserundurchlässiges Segel verwendet. Falls die Fläche, die Ihr beschatten wollt, unbedingt trocken bleiben muss wählt das. Ansonsten empfehle ich das Wasserdurchlässige.

Ich habe mich für die cremeweiße Variante entschieden, das ist hell, freundlich, sieht gut aus und passt zur Hausfarbe und den Polstern der Gartenlounge. Außerdem bin ich nicht so der Freund von diesen knalligen Farben wie rot, grün, blau und gelb. Bei mir muss es da einfach gedeckt und dezent sein.

Die Abschattung mit 85% ist auch wunderbar. Man sitzt ganz angenehm unter dem Sonnensegel. Quasi wie unter einem Sonnenschirm. Trotzdem dunkelt das Segel nicht zu sehr ab, sondern lässt das Licht noch sehr gut durch.

PS: Die Gartenlounge, Dekomaterial, usw. findet Iher hier.

Regen, Sturm und Gewitter

Da ich ein wasserdurchlässiges Sonnensegel gewählt habe, muss ich mir bei normalem Regen oder Wind keine Gedanken machen. Alles hält bombenfest. Natürlich bewegt sich das Segel und weht ein wenig, aber es bleibt an Ort und Stelle.

Bisher musste das Sonnensegel nur einmal letztes Jahr abgenommen werden, weil es da eine Unwetterwarnung gab und das wollte ich dann nicht riskieren. Vor ein paar Wochen gab es ein arges Gewitter in der Nacht und da flatterte das Segel dann schon etwas mehr. Aber trotzdem hat gehalten. Es liegt also im Ermessen, ob und wann man das Sonnensegel bei Regen, Sturm und Gewitter abbaut.

Die Montage geht ja relativ einfach und unkompliziert, deswegen einfach spontan entscheiden. Sinnvoll ist aber, auch zum Abbau jemanden zu haben, weil es alleine etwas schwer sein kann.

Übrigens bewahre ich das Sonnensegel + Seile + Befestigungsmaterial alles in einer Art Tasche auf, in dem das Sonnensegel verkauft wurde. So ist alles zusammen und geschützt!

Outdoor-Wohnzimmer mit Sonnensegel und Gartenlounge

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie unglaublich schön dieses Fleckchen im Garten jetzt ist! Einfach ein Traum. Die Gartenlounge lädt zum Hinsetzen oder legen ein. Vielleicht mit einem Cocktail oder Glas Wein.

Die Oleander und anderen Pflanzen schützen den ganzen Platz ein bisschen und machen alles noch gemütlicher. Ein bisschen Deko, wie Kerzen, Lichterketten, Solarlampen, Vasen, eine schöne Decke, falls es abends etwas kühler wird und ein paar Kissen. Fertig ist das perfekte Outdoor-Wohnzimmer!

Die Lounge lädt auf jeden Fall dazu ein, sich hinzusetzen, ein Eis zu essen, ein bisschen zu lesen oder einfach einen schönen Abend zu verbringen. In den letzten Wochen saß ich fast jeden Abend auf der Gartenlounge und habe den wunderschönen Sonnenuntergang beobachtet.

Wenn man dazu noch ein paar Kerzen und Musik anmacht, ist das einfach magisch. Wenn Ihr also drüber nachdenkt, auch ein Sonnensegel aufzubauen, dann macht es, Ihr werdet es lieben!

Das wars zum Thema „Sonnensegel im Garten – Material, Aufbau, Befestigung und alle wichtigen Infos“. Falls Ihr noch Fragen habt, schreibt sie gerne in die Kommentare.

Sonnensegel im Garten – Material, Aufbau, Befestigung und alle wichtigen Infos

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