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Tomaten fermentieren – so gehts! Letztes Jahr habe ich mich dran gewagt und einfach mal Tomaten selbst fermentiert. Ich war total neugierig, weil ich auf Instagram ein paar Accounts (Heike & Syl) gesehen habe, die das gemacht haben.

Ich dachte mir, dass ich das auch mal versuche, denn ich hatte unglaublich viele Tomaten und da konnte ich einen Test ausprobieren. Es ist wirklich ganz einfach und gefühlt braucht man nur Gemüse, Wasser und Salz. Und ein bisschen Zeit.

Fermentieren ist nichts anderes, als Gemüse vergammeln zu lassen, aber eben kontrolliert und so, dass man alles am Schluss noch essen kann. Man gibt Gemüse, Salz und Wasser in ein Glas und wartet, bis sich darin Bakterien bilden und immer weiter vermehren. Auch wenn sich das alles nicht so lecker anhört. Es ist wirklich gut und Sauerkraut ist das beste Beispiel für Fermentation.

Vorne weg kann ich schon einmal sagen, dass ich mir den Geschmack der fermentierten Tomaten so gar nicht vorstellen konnte und es ist auch wirklich schwer zu beschreiben. Auf der Zunge hat man ein prickelndes Gefühl und es ist etwas sauer. Aber trotzdem hat es irgendetwas. Vielleicht ist es nicht jedermanns Geschmack, aber vielleicht testet Ihr es ja trotzdem mal.

Für eine Brotzeit oder im Salat machen sich die fermentierten Tomaten sehr gut. Da ich sehr viele Tomaten fermentiert habe, habe ich mich entschlossen daraus eine Tomatensoße zu kochen und die war auch wirklich super lecker.

Man muss es mögen, aber vielleicht tut Ihr es ja? 🙂 Probieren geht über Studieren oder wie heißt es so schön? Fermentieren ist auf jeden Fall eine tolle Methode, um Gemüse haltbar zu machen. Es gibt auch viele Bücher und unzählige Utensilien dazu.

Tomaten fermentieren – so gehts!

Was du zum Tomaten fermentieren brauchst:

Zubereitung:

Kocht einen Liter Wasser ab und lasst es abkühlen. Danach rührt Ihr mit einem Holzlöffel das Salz ein. Wichtig ist, dass Ihr Meer- oder Steinsalz verwendet, es sollte keine Zusatzstoffe wie Jod oder Fluor haben. Zum Einrühren solltet Ihr einen Holzlöffel verwenden. Denn ich habe gelesen, dass das besser für die Bakterien ist. Metall scheint nicht so gut zu sein. Löst das Salz vollständig im Wasser auf.

Tomaten gründlich waschen und vom Grün befreien. Anschließend mit einem Zahnstocher alle Tomaten einige Male einstechen. So gelangt die Salzlake in die Tomaten und sie platzen nicht auf. Nun die Tomaten in die Gläser geben und mit der Salzlake auffüllen. Lasst ein wenig Platz nach oben, damit das Salzwasser nicht übertritt. Ich würde sagen, einen Finger breit.

Nun das Glas mit dem Deckel verschließen und für 7 – 10 Tage an einen warmen und hellen Ort stellen. In dieser Zeit fangen die Tomaten an zu fermentieren. Es bilden sich Bläschen, das Wasser wird trüb und manchmal kann sich sogar Kahmhefe bilden. Siehe Bild weiter unten. Das ist alles ok und soll so sein. Es ist auch normal, dass die Gläser etwas „sauen“, also stellt sie am besten auf ein Tablett oder Teller.

Sollte sich Schimmel bilden, werft den Inhalt umgehend weg. Kahmhefe allerdings kann man mitessen oder einfach abschöpfen. Diese Hefe ist ein „guter Pilz“ und nicht schädlich.

Nach knapp 10 Tagen sind die fermentierten Tomaten auch schon fertig und können probiert werden. Falls Ihr die Tomaten noch länger aufbewahren wollt, stellt sie ab sofort kühl und dunkel. Also am besten in den Keller. So hat man noch lange etwas von den säuerlich prickelnden Tomaten.

Tipp:

Die fermentierten Tomaten schmecken zur Brotzeit, im Salat, auf einem Charcuterie Board, zum Wein oder als leckere Tomatensoße. Und keine Angst, wenn die Gläser zischen und blubbern, das muss wirklich so sein. Und sollte Kahmhefe entstehen, dann schöpft sie einfach ab. Theoretisch kann man sie aber auch mitessen. Wie der Schimmelpilz am Käse oder der Salami.

Bei grünem bzw. blauem Schimmel solltet Ihr aber sofort das fermentierte Gemüse entsorgen.

Tomaten fermentieren – so gehts!

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