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Offline – ich bin dann mal weg. Machs gut Social Media Welt. Ich bin dann mal weg. Lange hab ich mir überlegt, ob ichs wirklich mache, aber ja, ich denke es muss jetzt einfach sein. Ich habe mich dafür entschieden für ein paar Wochen alles abzuschalten, im wahrsten Sinne des Wortes.

Die letzten Jahre waren sehr stressig, hektisch und immer wieder kam ein neues Problem auf mich zugerollt. Sei es arbeitstechnisch oder im Privatleben. Ich habe mir nie wirklich die Zeit genommen und mal gar nichts gemacht. Nach außen hin scheint das vielleicht anders gewirkt zu haben, hinter den Kulissen ist aber immer irgendetwas gewesen.

Ich muss mich jetzt einfach mal rausnehmen und meine Akkus wieder auffüllen. Ich merke einfach jeden Tag mehr, wie ausgelaugt ich bin. Auf der einen Seite will ich immer ganz viel schaffen und machen, aber auf der anderen Seite muss ich jetzt einfach mal einen Schnitt machen.

Kein Laptop, kein Handy, keine Emails, usw. Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, wirklich gar nichts zu machen. Da es ja meine Arbeit ist und ich die gerne tue, aber auch als Selbstständiger muss man mal Abstand bekommen und sich frei nehmen. Mal nicht erreichbar sein, mal keine Texte tippen, Bilder produzieren oder Emails mit Kunden schreiben.

Offline – ich bin dann mal weg

Ein bisschen Angst macht es mir schon, das Alles aus der Hand zu geben bzw. still zu legen, aber ich habe einen Teil meiner Arbeit abgegeben und das in gute Hände. So lange ich „OFFLINE“ bin, wird sich also trotzdem um „Fashion Kitchen“ gekümmert.

Ich denke es wird mir sehr gut tun, mal raus zu kommen aus dieser „Online-Welt“. Keine Frage, ich mag diese Welt, aber ich brauche jetzt die „echte“ Welt. Mal „Urlaub“ zu machen und nicht zu arbeiten. Viele können sich das nicht vorstellen, weil sie denken, dass das was ich mache (also bloggen), kein richtiger Beruf ist und man ja eh so viel Freizeit hat bzw. eh nicht arbeitet. Das ist aber leider ein Irrglaube. Und alle, die mit der Materie zu tun haben oder auch selbstständig sind, werden mich verstehen.

So ein Digital Detox ist sicher nicht verkehrt. Denn irgendwie sind wir ja alle ziemlich abhängig von Smartphone, Internet & Co. Heutzutage geht nichts mehr ohne, was irgendwie auch erschreckend ist, wenn man so darüber nachdenkt.

Ich will das jetzt einfach mal ausprobieren, da ich eben jetzt an so einem Punkt bin, wo es Zeit wird. Ich habe gelernt auf meinen Körper und die Anzeichen zu hören. Jetzt reagiere ich früher und mache mich nicht mehr kaputt oder warte so lange bis es eigentlich zu spät ist.

Bye bye Online-Welt, ich lebe jetzt Offline

Ich möchte die Zeit genießen und das ganz ohne Handy. Vielleicht sogar mal Langeweile haben. Mich einfach Dingen widmen, für die ich sonst nie Zeit habe. Hier stapeln sich schon seit einer langen Zeit Bücher, die ich bereits angefangen habe zu lesen, aber nie Zeit hatte dran zu bleiben. Auch das Malen-nach-Zahlen Bild liegt noch so da, wie ich es vor einigen Monaten angefangen hatte. Eingerahmte Bilder, die aufgehängt werden müssten, usw.

Ob das wirklich „Urlaub“ wird? Ja, ich denke schon. Denn mir tut es schon mal gut, wenn ich den Laptop aus lassen und mich um so kleine Dinge kümmern kann. Irgendwie geht es mir oft so, dass ich mir denke: „Was hab ich heute eigentlich geschafft?“ Natürlich konnte ich einiges von meiner Liste streichen und habe viel abgearbeitet. Aber wenn ich im Garten oder Haus herumwerkle, dann sieht man auch das Ergebnis. Wisst Ihr was ich meine? So ging es mir bei meinem Job als Industriekauffrau auch oft. Wenn man gefühlt den ganzen Tag nur Termine und Deadlines für Kunden hin und her geschoben hat. Am Ende des Tages ist man irgendwie nie so richtig zufrieden gewesen.

Vielleicht muss ich mir einfach mal (mehr) Zeit für das Offline Leben nehmen. Das kam in den letzten Jahren zu kurz, weil immer irgendetwas anderes war. Meistens war dann nämlich auch in der Offline Welt „Stress“ angesagt und nicht „Friede-Freude-Eierkuchen“. Rückblickend betrachtet war immer irgendetwas. Und irgendwie nervt mich das sehr. Ich möchte es einfach mal nur haben, dass nichts ist. Einfach mal alles am Schnürchen läuft. Und wenn es nur für eine Woche wäre.

Ich bin ausgelaugt, ich fühle mich leer und kraftlos. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Vielleicht habe ich auch „nur“ einen Durchhänger und bin von vielen Sachen genervt. Aber ich merke ja selbst, dass ich dieses Gefühl in den letzten Monaten/Jahren viel zu oft habe/hatte. Natürlich habe ich schon einige Dinge in meinem Leben geändert und umgestellt, aber manchmal muss man einfach die Wurzel packen und nicht nur an der Oberfläche graben.

Hach, was für eine schöne Metapher mit dem Unkraut oder?

Ich muss den Kopf frei bekommen, es belastet mich einfach zu viel…

Eines der belastetsten Themen für mich, von dem ich Euch erzählt habe, ist die Sache mit dem Außenputz des Hauses… Wie lange zieht sich die Sache schon? Knapp 1,5 Jahre? Hurra! Wenn ich dran denke wird mir schlecht. Ja und so gibt es jeden Tag irgendetwas Neues. Heute ist es zum Beispiel mein Mailpostfach, welches seit 3 Stunden von meinem Techniker auseinandergenommen wird, weil nichts funktioniert. (Nach knapp 8 Stunden ging es dann wieder…)

Ein „Unglück“ jagt das nächste. Und ja, ich sehe das jetzt vielleicht alles etwas negativ (obwohl ich wirklich ein sehr positiver Mensch bin), aber irgendwann hat man die Schnauze voll. Deswegen ist es an der Zeit mal alles runter zu fahren und auch wenn ich etwas Angst vor dem Ganzen habe, freue ich mich auch irgendwie darauf. Klingt merkwürdig, ich weiß. Ich kann es nicht wirklich erklären, aber für mich fühlt es sich richtig an. Also mache ich es.

Ich frage mich manchmal wirklich, wie wir je ohne dieses ganze Internet ausgekommen sind? Und ja, es ist eine richtige Sucht. Ist eine neue Email, Nachricht, Kommentar da? Stories machen, Bilder auf Instagram posten, Texte schreiben, usw. Hab ich was vergessen? Muss ich noch was machen? Wahrscheinlich geht es nicht nur mir so. Ich will mich mit der ganzen Sache anders auseinander setzen und auch bewusster Konsumieren. Zeiten haben ohne Handy & Co. Zudem will ich diese innere Unruhe einfach eine Weile ausschalten. Also muss ich an mir arbeiten.

Mein Entzug fängt quasi jetzt an. Ich gehe jetzt also Offline und bin dann mal weg.

Offline – ich bin dann mal weg

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Kommentare:

  • 21. Juli 2019

    Das verstehe ich nur zu gut! Mit haben die zwei Wochen Auszeit auch unheimlich gut getan 😀 Ich wünsche dir eine gute Erholung!

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  • Andrea

    21. Juli 2019

    Liebe Ann-Christin,
    Weißt du was, ich mach‘ mit! Insta und Facebook werden erstmal deinstalliert!
    Danke für den Anstoß – das wird ein schöner Sommer!
    Liebe Grüße

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  • Geli

    21. Juli 2019

    Oh liebe Anni,
    ich ziehe den Hut vor Dir und diesem Schritt. Ich denke, die Entscheidung ist Dir wirklich nicht einfach gefallen.
    Aber ich hab dich immer bewundert… als das mit der Verhandlung wegen deines Blogs war oder die Trennung von Matze oder letztendlich das mit Max. Du bist immer wieder aufgestanden, hast deine Krone gerichtet und weiter gemacht. Manchmal habe ich mich gefragt „Wo nimmt sie nur all die Kraft her?!“ Ich hätte mich irgendwo in einem dunklen Loch verkrochen und wär nie wieder raus gekommen…

    Dass du jetzt einfach mal einen Cute machst, kann ich nur sehr gut verstehen. Kraft tanken und einfach mal das bzw. dein Leben leben und genießen. Leg dich in die Sonne oder geh zum Baden oder einfach auf das Sofa und lies eines der Bücher. Ich wünsche dir von ganzem Herzen eine wundervolle Auszeit und ganz ganz viel Kraft die du aufsaugen kannst wo auch immer das letztendlich sein mag.

    Ich bin zwar sonst keine große Kommentar Schreiberin aber verfolge dich Tag für Tag auf Instagram. Es wird mir fehlen… aber umso mehr freue ich mich auf deine Rückkehr.

    Eine schöne OFFLINE Zeit!

    Liebe Grüße
    Geli

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  • Ines Jana

    21. Juli 2019

    Ich kann Dich verstehen, schön dass Du das auch finanziell kannst, den quasi ist der Blog ja Dein Einkommen. Wie viele würden sich auch mal gern aus den Hamsterrad raus…
    Ich wünsche Dir eine erholsame Zeit. Liebe Grüße.

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  • 22. Juli 2019

    Deine Entscheidung kann ich sehr gut verstehen. Ich bin zur Zeit im Urlaub mit Mann und meinen 2 Söhnen. Heute haben wir uns dazu entscheiden das ich meine Arbeitszeit reduzieren, um einfach mehr Zeit für Wichtige Dinge zuhaben…meine Kinder, meine Familie!,, ich habe
    selbst gemerkt wie ausgelaugt ich bin und wie ich alles hinterfrage ob ich auch genug für den Tag geschafft habe
    . Geniesse deine Ruhe und vielleicht wird deine Zukunft eine ganz Neue Seit als deine Vergangenheit zeigen. Bleib schön gesund ❤

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  • Lana

    26. Juli 2019

    Es tut mir leid, aber ich muss jetzt mal ein bisschen Kritik üben.Das stimmt, das „normal“ arbeitende Volk denkt durchaus das Blogger oder Influenzer nicht richtig arbeiten. Man bekommt ehrlich gesagt auch schnell den Eindruck (Das xte-Badewannenbild, etc.) Das „normal“ arbeitende Volk kann es sich eben nicht leisten einfach mal so eine Auszeit zu nehmen. Würde ich auch gern. Ich habe die letzten 4 Jahre meine Mutter gepflegt bis sie letztes Jahr gestorben ist plus weitere Schicksalsschläge. Habe einen Vollzeitjob und mir bleibt leider nicht mal die Zeit um „Netflix and chill“ zu machen. Ich denke so geht es den meisten Menschen. Was ich damit sagen will, es gibt so viele wirklich hart arbeitende Menschen die alles auch noch neben einem Vollzeitjob machen und organisieren müssen. Ich denke Blogger oder Influenzer gehören leider einfach nicht dazu… Das ist okay, aber dann steht doch einfach dazu! Ich denke ihr „jammert“ auf sehr hohem Niveau. Sorry, aber das müsste mal raus und nein, ich bin nicht neidisch. Das ist einfach eine ehrliche Meinung!

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    • Elena

      30. Juli 2019

      Ich finde es immer etwas unnötig, gerade bei Bloggern und Influencern anzumerken, dass sie ja so viel weniger arbeiten als andere oder „Normale“. Du wirst immer Unterschiede finden, klar arbeitet ein Krankenpfleger der Vollzeit macht in gewisser Weise härter als jemand im Callcenter (Anm: um das ganze bisschen überspitzt zu sagen!). Aber man darf auch nie vergessen, dass das was Anni und viele andere „Blogger oder Instagram Sternchen“ machen, haben sie sich selbst über ein paar Jahre erarbeitet. Man muss schon etwas dafür tun um sich auch mal Selbstständig machen zu können. Und man darf auch nicht außer acht lassen, dass man, wenn man angestellt ist seine rund 30 Urlaubstage bekommt und als Selbstständiger arbeitet man gerne öfters oder wie viele gern sagen selbst und ständig. Ich will damit überhaupt nicht sagen, dass andere nicht einen härteren Job haben, aber ich kann gut verstehen, dass es einfach auch irgendwann mal nervt, wenn man andauernd zu hören bekommt, man mache einen Beruf, wo man eh nicht zu tun hat, sein Leben chillt und dafür ordentlich Geld bekommt. Ich will hier jetzt auch nicht weiter die Diskussion anheizen oder lästern aber man kann auch mal die Kirche im Dorf lassen.

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    • Nadja

      11. August 2019

      👍

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  • 9. August 2019

    Genieß deine Zeit liebe Anni :-*

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