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Drei Jahre ohne dich… mir ist so, als wäre es gestern gewesen. Aber nein, die Realität sieht anders aus. Ich bin nun schon drei Jahre ohne dich… und es fällt mir immer noch sehr schwer von meinem kleinen Wuschelhund Max zu sprechen. Ich bekomme einen Kloß im Hals und Tränen in den Augen. Es nimmt mich einfach immer noch sehr mit und das wird es wohl noch eine Weile tun. Wie kann die Zeit nur so unglaublich schnell vergehen?

Ich kann und will das aber irgendwie auch nicht so wirklich abschütteln. Weil der Schmerz und die Trauer mir auch zeigt, wie sehr ich ihn geliebt habe und es immer noch tue, auch wenn er nicht mehr da ist.

Ich erwische mich oft dabei, dass ich mir denke „ach wie schön wäre es, wenn Max jetzt da wäre. Wir spielen oder spazieren gehen könnten oder ich einfach mit ihm kuscheln oder Unsinn machen könnte.“ Aber er ist leider nicht mehr da. Vor drei Jahren, am 9. Juni 2018 ist er in meinen Armen eingeschlafen. Nachdem er einige Monate, wie ein Löwe, gegen den Krebs angekämpft hat (Die Rasse wird auch Schneelöwe bzw. Tibet Terrier genannt.). Wir dachten schon, es ist ein kleines Wunder passiert, weil es ihm wieder so gut ging. Aber leider sollte diese „gute Phase“ nicht von langer Dauer sein.

Anfang Juni ging es dann schlagartig schlechter. Bevor er gestorben ist, waren wir nochmal beim Tierarzt, welcher total erstaunt war, dass Max noch am Leben war. Der Arzt checkte ihn durch und befand seinen Zustand als stabil. Allerdings waren die Blutwerte nicht gut und deswegen sollten wir uns auf alles vorbereiten.

Drei Jahre ohne dich…

Drei Jahre ohne dich
22.08.2018 - heute wäre Max 9 Jahre alt geworden

Natürlich kann man sich auf „soetwas“ nicht wirklich vorbereiten, aber einige Tage später merkte man, wie sehr Max abbaute und er einfach nicht mehr wollte. Er hatte wirklich lange gekämpft und alles gegeben. Aber jetzt war er einfach erschöpft um am Ende.

In der Nacht am 9. Juni ist er dann eingeschlafen. Ich erinnere mich noch genau an seinen letzten Atemzug und erleichtert es klang. Aber ich erinnere mich auch an den Stich in meinem Herz, als ich ihn gehen lassen musste.

Auch wenn ich weiß, dass es ihm jetzt besser geht und er keine Schmerzen mehr hat, ist es schwer damit klar zu kommen. Manche Menschen holen sich sofort einen neuen Hund und irgendwie verstehe ich das auch. Es ist einfach leer ohne die Fellnase, die immer um einen ist.

Ich habe es versucht und im Sommer 2019 Tibet Terrier Welpen angeschaut. Allerdings ist der Funke nicht übergesprungen und ich habe so sehr mit mir gehadert. Ich war und bin bis heute irgendwie nicht bereit, einen neuen Hund zu mir zu holen. Vielleicht weil ich selbst noch nicht so genau weiß, wo meine Reise hingeht. Aber auch, weil ich Angst habe, den neuen Hund mit Max zu vergleichen. Und das möchte ich nicht.

Ich will meinem neuen Hund ein tolles und liebevolles zu Hause geben und ihm meine ganze Aufmerksamkeit schenken und das ist gerade einfach nicht gegeben, weil ich mich selbst noch finden muss. Und ich glaube, dass ich diese Erkenntnis habe ist nicht verkehrt. Natürlich würde mir so ein kleiner Wuschelhund gut tun, aber irgendwie möchte ich auch erst wieder ein geordnetes Leben haben und ein wenig Struktur und Planung. Quasi ein Schritt nach dem Anderen. Ud so lange das noch nicht gegeben ist, wird es wohl auch keinen neuen Hund in meinem Leben geben.

Was auf der einen Seite schade, auf der anderen Seite aber auch richtig ist. Ich möchte dem Welpen dann meine volle Aufmerksamkeit schenken und keine anderen Baustellen und Sorgen haben.

Drei Jahre ohne dich

Wenn man seinen besten Freund gehen lassen muss ist das unglaublich schwer und nicht in Worte zu fassen. Alle Menschen, die schon ein Tier bzw. den besten Freund verloren haben, wissen was ich meine. Und alle anderen, die das nicht verstehen können, haben noch nie die bedingungslose Liebe eines Tieres erfahren.

Ich konnte lange nicht seine Sachen weg packen und es stand alles so da, als würde er jede Minute um die Ecke kommen. Es ging einfach nicht, ich konnte die Dinge von Max nicht weg räumen, ich wollte ihn nicht weg räumen. Ich wollte ihn immer noch um mich und bei mir haben. Auch seine Asche konnte ich ein Jahr nicht beerdigen… An seinem 1. Todestag, habe ich seine Überreste unter unseren Apfelbaum begraben, denn das hätte ihm gefallen. Er hat es jetzt schön, da unter dem Apfelbaum, mit seinem Bild, den Engelchen, seinem Namensschild und den Blumen. Ich weiß, er fühlt sich wohl, immer noch hier bei mir zu sein.

Er hat den Garten geliebt und so gerne seine Runden gedreht, saß auf der Treppe, lag in der Sonne oder jaulte mit dem 12 Uhr Glocken der Kirchturmuhr.

Manchmal bilde ich mir ein, dass ich ihn immer noch höre, wenn es läutet. Hin und wieder sind da auch so Zeichen. Wie einmal eine Wolkenformation, die genauso aussah wie ein Hund. Ich glaube er schickt mir immer wieder so kleine Dinge, um zu sagen. „Hey ich bin da und passe von da Oben auf dich auf!“ Und das ist einfach unfassbar schön zu wissen.

Jedenfalls werde ich heute Max ganz besonders ehren, an ihn denken und Fotos und Videos anschauen. Lachen und Weinen und an die schöne Zeit mit ihm zurück denken.

Ich werde dich nie vergessen mein kleiner Max Wuschelhund…

Ein Jahr ohne dich... Max Wuschelhund Tibet Terrier
Ein Jahr ohne dich... Max Wuschelhund Tibet Terrier

Kommentare:

  • Irmtraud

    9. Juni 2021

    Kann ich voll verstehen.Habe letztens noch mit einer Bekannten gesprochen wo vor ein paar Monaten der Hund verstorben ist.Sie liebt Hunde über alles würde auf unsren Hund sofort aufpassen wenn wir mal weg sind,aber einen neuen Hund das könnte sie nicht.
    Mache dir heute einen schönen traurigen Tag und weine auch ruhig.Liebe Grüße auch von unserer Ida🐾💓

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  • Simone G.

    9. Juni 2021

    Liebe Ann-Christin,
    oh du ahnst nicht, wie unfassbar traurig mich dein Post stimmt….mir kullerten sofort die Tränen… aber , du hast es auch so unbeschreiblich gut in Worten gezeichnet, wie sehr und wie tief die Liebe zu Tieren sein kann!
    Ich danke dir für diesen Einblick in dein Innerstes und sende dir ganz liebe Grüße!
    Die Geschichte mit der Kirchturmglocke kommt mir so bekannt vor… wir haben 3 Fellnasen und jeden Mittag um 12:00 Uhr fangen die drei gemeinsam an zu jaulen. Eigentlich versuche ich oft , es wegen der Nachbarschaft zu unterbrechen, aber nach deinem schönen Text, sehe ich diesen Chor nun als tägliches Geschenk.
    Wertvolle Momente im Leben mit Hund!
    ❤️🙏🐾💝
    Mit ganz viel positiven Gedanken und besten Wünschen
    Simone

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