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Kraut und Fleisch – fränkisches Sauerkraut mit Schweinebauch und Kartoffeln. Das ist bei uns nicht wegzudenken. Meine Mama und Oma kochen dieses Gericht schon seit ich denken kann und ja, ich liebe es!

Bei uns auf dem Land bzw. Dorf gibt es Kesselfleisch, Schlachtschüssel, Blut- und Leberwurst, Bratwurst mit Brot und Senf, usw. in traditionellen Gasthäusern und Kirchweihen (kleine Volksfeste, die meist übers Wochenende gehen). Und da schmeckt das Kraut und Fleisch besonders gut.

Ich habe schon mal darüber nachgedacht einen „Kraut und Fleisch“ Guide zu machen bzw. wo es die besten Bratwürste mit Kraut, hier in der Gegend gibt. Vielleicht mache ich das auch nochmal irgendwann. Aber jetzt soll es ja um das Rezept gehen.

Kraut und Fleisch – fränkisches Sauerkraut mit Schweinebauch und Kartoffeln. Ich würde behaupten hier in Franken bzw. Bayern ist das Hausmannskost. Wahrscheinlich wird es überall ein bisschen anders gemacht, aber egal wie die Zubereitung ist. Es schmeckt einfach himmlisch! Man nennt das Gericht wohl auch noch Wellfleisch oder Krautfleisch. Oder wie heißt es bei Euch genau? Das würde mich echt mal interessieren. Gefühlt gibt es für solche Gerichte immer tausend Bezeichnungen. Finde ich wirklich spannend und ich hoffe, dass das nie aussterben wird.

Falls Ihr Kraut und Fleisch nachkochen wollt, empfiehlt sich auf jeden Fall ein Schnellkochtopf. So geht es um einiges schneller und das Fleisch wird butterzart. Falls Ihr keinen eigenen Schnellkochtopf habt, leiht ihn Euch aus oder kauft Euch einfach einen. Damit kann man wirklich sehr viel, sehr schnell zubereiten.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es Euch schmecken!

Kraut und Fleisch – fränkisches Sauerkraut mit Schweinebauch und Kartoffeln

Zutaten für 4 – 6 Portionen Kraut und Fleisch – fränkisches Sauerkraut mit Schweinebauch und Kartoffeln:

  • 1 Dose Sauerkraut (850 ml)
  • 600 – 800 g frischen Schweinebauch oder Brustspitz
  • 1 Zwiebel
  • ½ kleiner Apfel (geschält)
  • 6 Wachholderbeeren
  • 3 Lorbeerblätter
  • 200 ml Wasser
  • 1 TL Zucker
  • ein paar Pfefferkörner
  • Kartoffeln

Zubereitung:

Apfel schälen und in feine Würfel schneiden, ebenso mit der Zwiebel verfahren. Die Dose Sauerkraut in den Schnellkochtopf geben und mit Wasser, Zucker, Lorbeerblätter, Wachholderbeeren, Apfel und Zwiebel vermengen. Nicht weiter würze. Das kann man am Schluss noch machen, wenn es sein muss.

Dann den frischen Schweinebauch auf das Sauerkraut legen. Meine Mama schneidet den Bauch immer in ca. 5 cm dicke Stücke und schichtet alles über das Sauerkraut. Bauchscheiben sollte man nicht verwenden, da diese wohl sonst total zerkochen.

Nun den Schnellkochtopf verschließen und für 45 Minuten garen lassen. Dieses Gericht sollte man, wenn möglich im Schnellkochtopf zubereiten, da es einfach schneller geht und das Fleisch auch viel zarter wird. In einem normalen Topf würde Kraut und Fleisch wohl locker zwei Stunden, wenn nicht noch mehr Zeit benötigen.

Also, falls Ihr keinen Schnellkochtopf habt, leiht Euch einen bei Mama, Oma oder Freunden aus. Aber bitte vorher die Funktionsweise kurz erklären lassen, damit Euch das Kraut und Fleisch nicht um die Ohren fliegt.

Während das Kraut und Fleisch kocht, kann man die Kartoffeln kochen. Also quasi Pellkartoffeln. Die ganzen, ungeschälten Kartoffeln in einen Topf legen und mit Wasser auffüllen. Auf den Herd stellen und für ca. 20 Minuten kochen lassen. Zur Garprobe einfach mit einem Messer in eine Kartoffel stechen, wenn sie leicht vom Messer rutscht, sind die Kartoffeln fertig.

Das Wasser abgießen und die Kartoffeln abschälen. Wer keine Kartoffeln dazu essen mag, es geht auch frisches Bauernbrot. Da sind die Geschmäcker verschieden. Schmecken tut aber alles sehr gut.

Tipp:

Wir essen Kraut und Fleisch meist mit Kartoffeln. Wenn alles am Teller ist, wird alles nochmal gesalzen, irgendwie schmeckt es dann ein kleines Bisschen besser. Man kann dazu auch Bratwürste in der Pfanne braten oder noch mittelscharfen Senf reichen. Wie gesagt, jeder mag es anders. Lecker ist aber alles!

PS: Das Kraut schmeckt erst so richtig gut, wenn es 2 – 3 Mal aufgewärmt wurde und schon etwas bräunlich ist. Man kann dieses Gericht also auch perfekt vorbereiten und am nächsten Tag aufwärmen.

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