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Gänsebraten mit Knödel, Blaukraut und Soße, gehört zu Weihnachten wie das Christkind und Glühwein. Und schon Jahre habe ich mir vorgenommen, dass ich das Rezept für einen Gänsebraten bzw. wie man eine Gans zu Weihnachten brät, auf den Blog bringe.

Weihnachten ist sowieso eine meiner liebsten Zeiten im Jahr und das, obwohl ich ein richtiges Sommerkind bin. Die stade Zeit hat einfach etwas Magisches und ich liebes es. Ihr kennt ja sicher meine Weihnachtsdekoration zu Hause, wenn nicht, schaut Euch mal die IGTVs auf Instagram an oder klickt den Hashtag #fashionkitchenchristmas.

Hach, da komme ich schon etwas in Weihnachtsstimmung muss ich sagen. Und da es schon ewig Tradition ist, jedes Jahr mindestens eine Probe-Gans vor Weihnachten zu braten, habe ich diesen Part für 2020 übernommen. Damit ich Euch auch zeigen kann, wie das genau funktioniert und auch wirklich jeder hinbekommt.

Es ist zwar langwierig, weil die Gans ja ca. drei Stunden im Ofen bleibt, aber ansonsten ist es eigentlich relativ einfach. Aber das habe ich Euch alles im Rezept ganz genau erklärt. Ich muss sagen, ich liebe Gänsebraten, vor allem in Kombination mit Knödel, Blaukraut (ja bei uns in Bayern heißt das so – und wenn Ihr diesen Zungenbrecher 5 Mal hintereinander, ohne Fehler aufsagen könnt, dann gibts am Schluss auch ein Verdauungsschnäpschen! „Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid“) und Soße!

Da esse ich wirklich eine riesige Portion und bin so satt, dass ich mir den Hosenknopf aufmachen muss. Aber es ist einfach sooo lecker und man bekommt es ja quasi nur einmal im Jahr. Der Gänsebraten gehört für mich zu Weihnachten einfach dazu, deswegen wird das für mich auch immer Tradition bleiben und es jedes Jahr eine Gans geben. Wie ist es bei Euch? Was gibt es bei Euch an Weihnachten bzw. den Feiertagen zu essen? Habt Ihr da auch bestimmte Gerichte und Rituale bzw. Traditionen?

Aber jetzt wünsche ich Euch erst einmal viel Spaß beim Nachkochen und anschließenden Festmahl!

Gänsebraten mit Knödel, Blaukraut und Soße

Zutaten für einen Gänsebraten mit Knödel, Blaukraut und Soße:

  • 1 Gans (4 – 5 kg reichen für 8 – 10 Portionen)
  • Salz
  • 1 – 2 Packungen Knödelteig (Henglein ist der beste)
  • 1 – 2 Gläser Blaukraut (Kühne ist das beste)
  • Wasser
  • Gemüsebrühe bzw. Brühwürfel
  • Pfeffer
  • 1 EL Soßen Binder
  • 1 Päckchen Geflügelsoße
  • wer mag kann zum Braten auch noch Zwiebeln, Karotten, usw. in den Bräter geben

Zubereitung:

Wenn Ihr eine gefrorene Gans kauft, solltet Ihr die Gans bereits am Freitagabend langsam auftauen lassen, wenn Ihr sie am Sonntag zum Mittagessen auf den Tisch bringen wollt. Ich lege die Gans in einen großen Bräter und stelle sie in den Keller bzw. kühl (wenn man sie im Kühlschrank auftauen lässt, sollte man sie vielleicht schon Freitagmittag auftauen) und lasse sie auftauen.

Samstagnachmittag wird sie dann geputzt und alle Federkiele, usw. entfernt. Wenn die Gans im Inneren viel Fett hat, kann man das heraus nehmen und beim Braten auslassen, so erhält man später Gänsefett welches man wieder zum Kochen verwenden kann.

Auch die Innereien (liegen zu 99% im Inneren der Gans in einer kleinen Tüte) verarbeite ich immer mit. Wer keine Innereien mag, kann sie einem Hundebesitzer schenken, die Fellnasen freuen sich meist sehr darüber.

Allerdings geben die Innereien beim Braten des Gänsebratens einen super Geschmack ab und sind auch wirklich lecker. Man kann sie nach der Hälfte der Garzeit heraus nehmen, etwas mit Salz würzen, in Stücke schneiden und essen. So wird es immer in unserer Familie gemacht.

Wenn die Gans geputzt ist, wird sie eingesalzen, von innen und von außen. Und da muss man auch nicht sparen. Danach kommt Sie in den Bräter, inklusive der Innereien, dem Fett und etwas Wasser.

Achtet darauf, dass die Gans auf der Brust liegt. Alles mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Sonntagmorgen um 9 Uhr die Gans aus dem Kühlschrank holen, die Frischhaltefolie abnehmen und in die Gans, bei 160°C bei Umluft, in den Ofen schieben. Dort bleibt die Gans erst einmal für ca. 1,5 Stunden. In der Zwischenzeit kann man damit anfangen den Tisch zu decken, die Knödel zu formen und das Blaukraut vorzubereiten.

Die Knödel mache ich immer mit fertigem Knödelteig (Henglein). Natürlich könnt Ihr auch selbst Kartoffelknödel machen, aber das ist nochmal aufwendiger. Genauso wie selbstgemachtes Blaukraut (Rotkohl). Das aus dem Glas von Kühne ist einfach spitze und ich könnte das sogar kalt, komplett aufessen.

Den Knödelteig in 6 – 8 Portionen teilen, zu Bällen formen und dann in jeden Knnödel ein paar Backerbsen drücken. Die Knödel abrollen, damit sie schön rund sind und dann auf eine Platte legen. Die Knödel werden in kochendes Salzwasser gegeben und für knapp 20 Minuten köcheln bzw. ziehen gelassen. Das Blaukraut kommt in einen Topf und wird kurz vor dem Servieren der Gans, erwärmt.

Nach 1,5 Stunden kommt die Gans aus dem Ofen und wird gedreht, auf den Rost gesetzt (Bräter mit Gitter), die Innereien heraus genommen, die entstandene Soße abgegossen und dann kommt die Gans wieder zurück in den Ofen und darf weitere 1,5 Stunden braten.

Die Innereien dürft Ihr jetzt aufessen, zuvor etwas salzen und dann genießen. Bei der Soße schöpft Ihr das Fett ab und lasst es kalt bzw. hart werden. Das Gänseschmalz kann man zum Anbraten verwenden oder auch Schmalzbrot damit machen. Den Rest der Soße gebt Ihr in einen Topf und lasst alles einmal aufkochen. Dann wird mit. Dort hinein kommen ein Päckchen Geflügelsoße, etwas Soßenbinder, Brühwürfel, Salz und Pfeffer. Und das wars auch schon. Schmeckt die Soße einfach so ab, dass sie für Euch passt.

20 Minuten bevor die Gans gart ist solltet Ihr die Knödel in den Topf geben, damit alles gleichzeitig auf den Teller kann. Nach den 3 Stunden sollte die Gans nun fertig sein. Falls sie noch nicht braun genug ist, schaltet die Grillfunktion an und bleibt dabei, nicht dass die Haut zu dunkel wird. Wenn sich nochmal Fett und Bratenansatz im Bräter gebildet hat, schüttet das auch noch mit in die Soße, das gibt zusätzlichen Geschmack.

Jetzt kann serviert werden. Um die Gans gut zu zerteilen, solltet Ihr eine Geflügelschere verwenden. Also schneidet die Gans in Teile, legt ein Stück des Bratens auf den Teller, Knödel, Blaukraut und Knödel dazu und sofort servieren.

Guten Appetit!

Tipp:

Je nachdem für wie viele Personen Ihr die Gans macht, müsst Ihr Knödel und Blaukraut dazu rechnen. Ich würde pro Person zwei Mittelgroße Knödel (also zwei Packungen Knödelteig) rechnen und auf jeden Fall für 8 – 10 Personen zwei Gläser Blaukraut.

Falls Ihr die Gans aber für weniger Personen macht, ist das auch kein Problem. Auch am nächsten Tag schmeckt ein Gänsebraten hervorragend! Und sollte nach dem zweiten Essen immer noch etwas übrig bleiben, könnt Ihr das Gänsefleisch für eine Restepfanne verwenden. Nudeln, Eier, Käse, ein bisschen Gemüse und dann das kleingeschnittene Fleisch dazu – fertig!

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Kommentare:

  • Theresa

    9. November 2020

    Ich muss gestehen – ich hab noch Gans gemacht.
    Mein Papa hat sie immer zubereitet 🙂
    Aber sag mal, warum greifst du denn ansonsten nur auf Fertigprodukte zurück? Die Sauce ist doch super easy selbst zu machen. Finde es schade, wenn man sich für eine Gans so viel Mühe gibt und alles andere dann nur aufmacht – warm macht – und fertig.

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  • Elli

    13. November 2020

    Hallo Anni,
    deine Story in Instagram hat mich auf die Idee gebracht, mich auch mal an einer Gans bzw. Gänsekeule zu versuchen 🙂
    Am Wochenende werde ich also eine Gänsebrust und eine Gänsekeule zubereiten. Bin gespannt, wie das gelingt.
    Ich finde es überhaupt nicht schlimm, dass du auf „Fertigprodukte“ zurückgreifst. Ich werde auch Henglein Kloßmasse verwenden und Rotkraut (ja, so heißt es bei uns) aus dem Glas.
    Wünsche dir ein schönes Wochenende,

    LG Elli

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  • Sandra

    15. November 2020

    Griaß di , Anni!
    Sieht sehr lecker aus! Ich finde, es auch nicht schlimm Fertigprodukte zu nehmen.
    Am liebsten vom IGLO: Blaukraut mit Apfel
    Werde heuer auch wieder eine Gans zubereiten, aber ja keine Ente, sonst beklagt sich mein Sohn darüber 🙂
    Wünsche deiner Familie alles Gute und Gesundheit, liebe Grüße aus Österreich
    Sandra

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