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Meine Pläne & Wünsche für 2020. Ich saß jetzt eine ganze Weile vor dem blinkenden Cursor und habe überlegt, wie ich meine Gedanken am besten zu Papier bringe… Manchmal ist es gar nicht so einfach, die Dinge auszusprechen bzw. zu definieren, die man im Kopf hat.

Meine Pläne und Wünsche für 2018 habe ich damals auch ganz gut aufgeschrieben und war schon auf dem richtigen Weg. Angekommen bin ich noch lange nicht und vielleicht werde ich das nie, weil ich mir selbst zu sehr im Weg stehe? 2019 habe ich jedenfalls nichts aufgeschrieben… warum weiß ich nicht. Vielleicht hatte ich Angst vor irgendetwas?

Aber ich werde es jetzt einfach mal versuchen, meine Pläne & Wünsche für 2020 aufzuschreiben. Es sind nicht direkt Vorsätze, aber ich möchte die Punkte bzw. Überlegungen einfach irgendwie in mein Jahr und Leben so gut es geht einbauen.

Meine Pläne & Wünsche für 2020

Wo fange ich an und wo höre ich auf? Ich glaube, ich möchte es nicht so unterteilen, wie im letzten Jahr. Ich habe das Gefühl, ich muss einfach darauf los schreiben. Einfach das hier hin tippen, wie es aus mir heraus sprudelt.

Ich möchte dieses Jahr langsamer machen. Mich nicht so sehr stressen, mich nicht so sehr unter Druck setzen, mich nicht von Menschen beeinflussen lassen, die mir nicht gut tun, mir nicht über dumme Dinge den Kopf zerbrechen, nicht perfekt sein wollen.

Ich möchte dieses Jahr alles etwas gelassener sehen, mehr Zeit für mich haben, mal fünfe gerade sein lassen und vielleicht auch einfach mal nichts tun. Ich habe das Gefühl (und das schon seit längerer Zeit), dass das Leben an mir vorbei zieht und ich im Kreis renne und versuche irgendwie hinterher zu kommen. Und irgendwie bin ich selbst daran schuld, denn ich verlange sehr viel von mir, da ich einfach eine sehr perfektionistische Ader habe und die auch auslebe.

Meine Familie und Freunde kennen und wissen das. Aber ich hoffe, sie sehen das als eine kleine Macke von mir an und legen es mir nicht böse aus. Wenn ich etwas mache, dann muss es passen und zwar alles! Da gibt es dann keine Ausreden oder Kompromisse. Auf der einen Seite ist das gut, weil Ehrgeiz nie verkehrt ist und man immer an sich arbeitet. Auf der anderen Seite aber auch schlecht, denn man setzt sich wegen Kleinigkeiten unter Druck, die es eigentlich nicht mal wert sind.

Aber so bin ich nun mal. Allerdings möchte ich versuchen, einige Dinge etwas gelassener zu sehen, bei mir und auch bei anderen Menschen. Denn das macht das Leben schon im ersten Schritt einfacher.

Jetzt im Januar und Februar habe ich bewusst einen Gang zurück geschaltet und mich vielen Dingen gewidmet, die ich schon lange vor mir her geschoben habe. Zwar ist immer noch nicht alles von der Liste abgehakt, aber ich bin auf einem guten Weg. Am wichtigsten ist mir gerade, für Ordnung zu sorgen. Das mag jetzt blöd klingen, weil es bei mir eigentlich immer sauber ist, aber es gibt Räume, Ecken und Schränke, die so chaotisch sind, dass ich sie am liebsten nicht mehr sehen würde.

Ich entrümple mein Leben, damit mein Kopf frei ist

Leider geht das aber nicht, deswegen muss ich sie einfach aufräumen, entrümpeln und ausmisten. Frühjahrsputz sozusagen. Und das nicht nur im Haus und Garten, nein auch im Kopf. Denn wenn es um mich herum sauber und ordentlich ist, dann ist es das in meinem Kopf auch und ich habe nicht andauernd die Gedanken, dass das jetzt doch auch endlich mal gemacht werden müsste.

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie gut es einem nach so einer Aufräum-Aktion geht. Wenn alles geordnet ist und man viele Dinge die kaputt sind oder einen kaputt gemacht haben, endlich entsorgen kann. Ich erwische mich dann öfters dabei, dass ich in dem Zimmer stehe, die Ecke begutachte oder die Schublade aufmache und mir denke: „Es war schon so lange nötig und ich bin stolz auf mich, dass ich es jetzt endlich angegriffen habe!“

Wenn man dann am Abend im Bett liegt und vor dem Einschlafen noch ein paar Gedanken durch den Kopf huschen, hat man diese innerliche Zufriedenheit und die ist so unglaublich wichtig.

Ich will Dinge erleben und Erinnerungen machen

Auch ein Plan bzw. Wunsch von mir ist, mehr von der Welt zu sehen. Das heißt nicht, dass ich jetzt eine Weltreise machen muss. Nein, es reichen auch kleine Dinge. Wie ein Ausflug in die Berge, eine Wanderung, ein Städtetrip, in ein neues Land reisen und einfach Dinge machen und sehen, die man vielleicht noch nie zuvor gemacht hat.

Erinnerungen und Momente schaffen, an die man noch Jahre oder vielleicht sogar sein ganzes Leben lang zurück denkt! Wenn ich daran denke, dann muss ich lächeln. Denn damit habe ich schon im letzten Jahr angefangen und es war einfach toll! Damit will ich weiter machen und ich freue mich darauf! Genauso verhält es sich übrigens auch mit Konzerten, Festivals, usw. Auf zweien war ich schon und die Karten für das nächste Event, sind auch schon gekauft.

Neue Dinge zu tun bedeutet aber auch, aus seiner Komfortzone heraus zu kommen. Und das ist beim Reisen auf jeden Fall so. Auch wenn ich von einem Kunden gebucht bin oder zu einem Event fahre/fliege, dann habe ich irgendwie immer so eine Angst in mir. Ein ungutes Gefühl. Unsicherheit und Nervosität. Alleine unterwegs zu sein verlangt mir sehr viel ab, denn man hat niemanden, an den man sich – blöd gesagt – klammern kann, wenn etwas schief läuft oder man nicht mehr weiter weiß.

Natürlich sind vor Ort auch immer viele Menschen, aber es ist trotzdem etwas anderes, mit einer vertrauten Person zu reisen. Auch meine Flugangst muss ich jedes Mal neu überwinden, wenn ich in den Flieger steige. Alleine ist es noch einen Tick schlimmer, als mit Begleitung. Ich habe für mich ein paar Techniken gefunden, die mich beruhigen und die ich anwenden kann, allerdings ist es trotzdem schwer.

Raus aus der Komfortzone, Ängste überwinden und Herausforderungen annehmen

Deswegen stelle ich mich selbst immer wieder vor neue Herausforderungen, gebe mir neue Aufgaben und challenge mich. Denn, wenn man einen Flug gut überstanden hat, kann man super stolz auf sich sein. Und so ist es mit allem. Danach denkt man sich: „Warum habe ich mich nur so da hinein gesteigert?!“ Aber das ist eben menschlich und auch irgendwie gut so, denn dann hat man vor der Sache Respekt und behandelt das nicht so lapidar, als wäre es nichts wert.

Und da wären wir schon beim nächsten Punkt. Das Kochbuch. Ich bekomme von allen Seiten so viel Zuspruch, dass ich doch endlich ein Kochbuch schreiben sollte und ich würde es so gerne machen, aber ich bin ganz ehrlich – ich habe unglaubliche Angst davor! Wahrscheinlich stehe ich mir mal wieder selbst im Weg, aber es schwirren mir tausend Dinge durch den Kopf. Denn ich habe noch nie ein Kochbuch geschrieben, gestaltet, verlegt, usw.

Für mich ist das Projekt ein riesiger, rosa Elefant, der immer hinter mir durch die Gegend tänzelt. An Ideen mangelt es mir nicht, sondern an der Umsetzung. Ich traue es mir gerade einfach nicht zu. Denn wenn, dann soll es ja PERFEKT werden. Wie es hier weiter geht weiß ich noch nicht, aber dieser Punkt steht ganz oben auf meiner Liste.

Mein Garten – Meine Kraftquelle und Ruhepol

Auf was ich mich unglaublich in diesem Jahr freue ist der Garten! Ich kann Euch nicht sagen, wie sehr es mich erfüllt, draußen zu sein und jeden Tag all die Bäume, Sträucher und Blumen zu sehen. Letztes Jahr gab es ja den Kraftakt mit der Sockelsanierung, Pflastern der Nordseite, usw. Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen – NICHTS!

Ich möchte einfach nur den Garten genießen und keine Großbaustelle haben. Kleine Projekte sind erlaubt, aber nichts Großes in 2020! Der Pool soll wieder raus kommen, ich will neue Pflanzen einsetzen und alles hegen und pflegen, damit es immer schöner wird. Ich schöpfe aus dem Garten so viel Kraft, auch wenn dieser mich extrem viel Kraft kostet. Aber das ist es absolut wert. Ich kann es nicht erwarten, im Sommer draußen zu sitzen, zu grillen und die Zeit mit Familie und Freunden zu genießen.

Der wohl wichtigste Punkt überhaupt sind aber Familie und Freunde. Oder besser gesagt, Zeit mit Familie und Freunden verbringen. Seitdem ich den Blog habe (also schon knapp 10 Jahre), habe ich sehr oft den Satz gebraucht: „Ich hab keine Zeit, ich muss arbeiten.“ Und das ist auch gar nicht verkehrt, denn nur so kommt man zu etwas. Wer fleißig ist, erreicht etwas. Ich habe hart gearbeitet, um mich selbstständig zu machen und tue jetzt immer noch jeden Tag alles dafür.

„Ich hab keine Zeit, ich muss arbeiten!“

Aber trotzdem muss man auf sich und die Work – Life – Balance achten. Denn auch, wenn man etwas erreichen will, bringt es nichts, 24 Stunden am Tag zu arbeiten, denn das ist auch nicht Sinn und Zweck. Pausen und auch mal Freizeit gehört genauso dazu. Denn der Körper meldet sich irgendwann und knockt einen aus. So ging es mir letztes Jahr mal wieder, als ich meine Social Media Pause eingelegt habe. Eigentlich wollte ich zwei Wochen „Urlaub“ machen und am Schluss war ich dann knapp vier Wochen richtig arg krank. Musste jede Menge Medikamente nehmen und war einfach nur kaputt. Nix mit Erholung.

Aber das habe ich mir jetzt zu Herzen genommen. Auch als meine Mama sich letztens mit jemanden aus der Familie unterhalten hat und ich mitbekommen habe, dass Sie gesagt hat: „Anni arbeitet so viel, ist sehr fleißig und ehrgeizig. Aber leider hat sie für uns fast nie Zeit.“ Hat mir das einen Stich versetzt. Denn Familie ist das Wichtigste für mich und natürlich fühle ich mich schlecht, wenn ich sagen muss „Keine Zeit, muss arbeiten.“

In Zukunft möchte ich da einfach etwas mehr den Schwerpunkt verlegen oder mich noch ein bisschen besser organisieren. Dann gibt es eben keine drei Blogposts sondern nur zwei und dafür kann ich Zeit mit meiner Familie oder Freunden verbringen und habe Quality Time. Immer wird das natürlich auch nicht gehen, aber das ist so ein Punkt, den ich mir vorgenommen habe.

Denn was ist denn am Schluss, wenn man nur wie dumm gearbeitet hat und im Grunde nichts vom Leben hatte. Ich habe schon gesehen, wie schnell das Leben vorbei sein kann oder wie jemand dem Tod von der Schippe gesprungen ist. Nach solchen Erlebnissen, sieht man die Welt mit anderen Augen und setzt Prioritäten anders. Und auch wenn ich meinen Job liebe und er mir unheimlich viel Spaß macht, muss man auch mal abschalten und Feierabend haben.

Denn es gibt auch noch eine Welt außerhalb vom Social Media und diese Welt ist wichtig. Sehr wichtig. Also legt ruhig mal das Handy weg, lasst den Laptop aus und macht ein Puzzle oder lest ein Buch. Das sind auch so Dinge, die ich jetzt öfter machen will. So Sachen, bei denen ich unglaublich gut runter kommen und entspannen kann.

Hass, Neid, Missgunst und Negativität hat keinen
Platz mehr in meinem Leben

Und der letzte Wunsch oder Plan für das Jahr 2020. Kein Hass, Neid, Missgunst und Negativität in meinem Leben. Schon alleine diese Worte zu schreiben macht mir Gänsehaut. Ich will mich damit nicht (mehr) beschäftigen, denn es gibt so viel wichtigere Dinge. Diese Sachen haben keinen Platz mehr in meinem Leben und ich will nichts mehr damit zu tun haben oder es so weit es geht von mir weg halten.

Ich trenne mich von Dingen, Menschen und Aufgaben, die mich runter ziehen, unglücklich machen, mich ausnutzen, usw. Ich brauch das nicht mehr und wenn ich merke, dass sich das abzeichnet oder anbahnt, dann mach ich kurzen Prozess. Das Leben ist zu kurz um es unnötig zu verschwenden. Deswegen, lebt Euer Leben so intensiv es geht und das jeden Tag. Arbeitet für Eure Träume, gönnt Euch Pausen, verbringt Zeit mit Familie und Freunden, macht Erinnerungen und schöne Momente und verbannt alle Negativität aus Eurem Leben!

Ach ja und der wichtigste Punkt. Scheißt auf die Meinung der anderen. Das Ist Euer Leben und das lebt nur Ihr! Es muss nicht immer, höher, schneller und weiter sein. Es muss so sein, dass es für Euch passt.

In diesem Sinne, auf ein wundervolles Jahr 2020!

Meine Pläne & Wünsche für 2020

Kommentare:

  • Janina

    16. Februar 2020

    Das wird dein Jahr, der erste Schritt ist getan und es klingt, als würdest du viele Schritte nach vorn gehen!

    Liebe Grüße an dich
    Janina

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    • 17. Februar 2020

      Danke Janina!
      Genau, man muss einfach los laufen und dann kommt schon alles, wie es kommen soll! 🙂

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  • Luisa

    17. Februar 2020

    Das hast du alles so schön geschrieben ❤️ ich lese sehr gern deine Einträge. Liebe Grüße Luisa (@kirscheplus3)

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  • Sven

    17. Februar 2020

    Bereits bei der Anbahnung von Problem die Reißleine ziehen? Das sehe ich sehr kritisch.
    Das Leben ist nicht immer einfach.am kann und muss auch an Herausforderungen wachsen – am besten gemeinsam, wenn beide die Kraft dafür haben…

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    • 18. Februar 2020

      Natürlich muss man sich Herausforderungen stellen, manchmal ist aber alles zu viel und man kann und darf sich Hilfe holen. 🙂
      Es ist ja immer unterschiedlich und die Leben sind nicht alle gleich, deswegen muss das jeder für sich bestimmen.

      Grüße

      reply...

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