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Omas Christstollen. Seit ich denken kann, backt meine Oma diesen Christstollen. Und ich muss ganz ehrlich sagen, wenn ich es mir aussuchen konnte, habe ich lieber Plätzchen gegessen. Ich war noch nie der Stollen-Esser. Aber das hat sich vor ein paar Tagen schlagartig geändert. Aber lasst mich Euch die kleine Geschichte erzählen.

Schon Anfang Dezember hatte ich meine Oma gefragt, ob sie mir Bescheid sagen könnte, wenn sie dieses Jahr Stollen backt. Alles klar, gar kein Problem. Allerdings wollte sie erst ziemlich spät und kurz vor Weihnachten backen. Ich habe darin aber kein Problem gesehen, da ich ja eh nicht so der Stollenfan war und nur das Rezept für die Nachwelt festhalten wollte.

Anfang der Woche war es dann soweit, meine Oma und ich haben Christstollen gebacken. Ich habe das ganze Back-Spektakel auf Video festgehalten und mit Euch geteilt. Niemals hätte ich und schon gar nicht meine Oma damit gerechnet, dass Euch diese Story soooo unglaublich gut gefällt. Meine Oma war total gerührt von Euren lieben Nachrichten und ich natürlich auch.

Ich bin ein großer Familienmensch und bin sehr oft bei meinen Großeltern. Mir ist das einfach unglaublich wichtig und ich möchte jede Minute, die mir mit ihnen noch bleibt ausnutzen. Mittlerweile sind meine Oma und Opa beide knapp 90 Jahre alt und so blöd es klingt, aber es könnte jeden Tag soweit sein, dass sie nicht mehr da sind.

Deswegen möchte ich noch so viel, wie es nur geht von meiner Oma und auch meinem Opa lernen und mit ihnen Zeit verbringen. Und da stelle ich andere Dinge dann auch gerne mal hinten an oder arbeite bis in die Nacht. Das sind eben meine Prioritäten. Ich will mir später mal nicht vorwerfen müssen, dass ich ja nie Zeit hatte.

Aber jetzt zurück zum Stollen. Meine Oma war ganz und gar nicht zufrieden, dass die Christstollen ein wenig auseinander gelaufen sind. Ich fand das gar nicht schlimm, sondern eher ganz schön. Sie meinte auch zu mir (weil sie auf der Oberseite etwas dunkel geworden sind), dass sie nochmal einen Stollen backt und ich dann den meinen Lesern zeigen soll, weil der andere wäre ja nix geworden.

Ich habe gelacht und gesagt, dass das doch nur „Röstaromen“ sind und der sicher ganz fantastisch schmeckt! Und was soll ich sagen, der Christstollen schmeckt einfach phänomenal! Ich übertreibe wirklich nicht, wenn ich sage, das ist der beste Stollen, den ich jemals gegessen habe! Auch meine Familie war hin und weg und verlangte nach „MEHR“!

Als ich die Fotos für den Beitrag geknipst habe, musste ich natürlich ein bisschen naschen und war absolut überrascht, wie lecker er war. Denn ich hatte Stollen immer eher fest und bröselig in Erinnerung. Dieser hier ist aber locker und wunderbar aromatisch. Ihr merkt, ich bin zum Stollen-Fan geworden und werde im nächsten Jahr ganz alleine ein Exemplar backen. Dann zu meiner Oma gehen und ihr den Christstollen probieren lassen. Darauf freue ich mich schon.

Und damit Ihr Omas Christstollen jetzt auch nachbacken und vernaschen könnt, gibt es hier das Rezept meiner Oma. Die Zutaten sind für zwei mittelgroße Stollen ausgelegt. Wenn Ihr erst einmal einen machen wollt, dann halbiert einfach alle Zutaten. Was ich mir auch schön vorstellen könnte, sind Mini-Stollen, die man zu Weihnachten verschenkt. Vielleicht mache ich das nächstes Jahr so. Ich werde Euch berichten.

Aber jetzt erst einmal viel Spaß beim Backen und vernaschen! Fröhliche Weihnachten! Noch mehr Rezepte und Weihnachts-Inspiration findet Ihr in meinen anderen Kategorien auf dem Blog.

Omas Christstollen

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Zutaten für zwei Christstollen:

  • 750 g Mehl
  • 1 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 3 große Eier
  • 100 g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
  • 250 g Butter
  • 200 g Rosinen (werden über Nacht in Rum + Rum Aroma eingelegt)
  • 54%iger Rum
  • Rum Aroma
  • 100 g Zitronat
  • 100 g Orangeat
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1/2 Fläschchen Butter-Vanille Aroma
  • 1/4 Fläschchen Bittermandel Aroma
  • 300 g Magerquark
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 Messerspitze Kardamom
  • 1 Messerspitze Muskat bzw. Macis Blüte

Zutaten für die Puderzuckerkruste:

  • 100 g Butter
  • Puderzucker

Zubereitung:

Bevor Ihr mit dem Stollen Rezept startet, solltet Ihr am Vorabend alle Zutaten (Mehl, Backpulver, Eier, Butter, usw.) herrichten, damit sie am nächsten Tag Zimmertemperatur haben. Auch die Rosinen (gut waschen!) weicht Ihr über Nacht in Rum und Rum-Aroma ein.

Am nächsten Tag geht es dann los. Falls Ihr das Rezept in einer Küchenmaschine zubereitet, gebt Ihr einfach nach und nach alle Zutaten dort hinein und lasst alles verkneten. Meine Oma hat ein großes Nudelbrett, dort hat sie das Mehl und Backpulver aufgesiebt, eine kleine Kuhle gemacht, gesalzen und die Eier hineingeschlagen.

Das Orangeat und Zitronat wird klein gehackt und ebenfalls zu dem Rest gemischt. Zucker, Vanillezucker, die gemahlenen Nüsse, Butter in Stücken, die Rosinen + der Rum, in dem sie eingeweicht waren kommen dazu. Zusätzlich noch 4 – 5 EL Rum, der Saft einer halben Zitrone, alle Gewürze, Aromen und schlussendlich der Quark.

Wenn alles auf dem Brett, bzw. in der Schüssel ist, wird die Masse verknetet bzw. vermischt. Das macht Ihr so lange, bis sich der Teig angenehm kneten lässt. Sollte der zu klebrig sein, gebt immer wieder etwas Mehl dazu.

Ihr könnt auch gerne den Teig vorab probieren und noch „nachwürzen“ wenn Euch etwas fehlt. Theoretisch sollte aber alles passen und Ihr könnt den Stollenteig in zwei Teile teilen. Das macht Ihr mit einem Messer oder einer Teigkarte. Die Christstollen werden jetzt länglich geformt und dann mit einem Nudelholz oder einer Weinflasche in der Mitte eingedrückt.

Der Teig hat dann eine Delle. Die verschließt Ihr, indem Ihr einen Teil des Teiges, zur Mitte hin klappt und etwas einrollt. So macht Ihr das auch mit dem zweiten Stollen. Setzt beide Stollen auf ein Backblech mit Backpapier (recht weit nach außen, denn sie laufen ein bisschen) und stellt sie für eine halbe Stunde kalt (Kühlschrank, Keller, wo es eben kalt ist.). Wer auf Nummer sicher gehen will, der kann den Stollen auch in einer speziellen Backform backen.

Nach der Kühlzeit kommen die Stollen in den Backofen. Diesen heizt Ihr auf 200°C vor und lasst die Christstollen für 10 Minuten backen. Dann reduziert Ihr die Hitze auf 170° und lasst die Stollen für weitere 50 – 60 Minuten backen. Kontrolliert zwischendurch immer wieder die Farbe, damit sie nicht zu dunkel werden.

Wenn die Stollen fertig gebacken sind, müssen sie kurz auskühlen (5 – 10 Minuten) und anschließend mit geschmolzener Butter bestrichen und dann sofort ganz dick mit Puderzucker bestreut. Jetzt sind Omas Christstollen fertig! Lasst sie noch ein wenig auskühlen bevor Ihr sie anschneidet, aber dann kann probiert werden.

Tipp:

Omas Christstollen sind einige Zeit haltbar (meine Oma sagt, mit der Zeit werden sie besser. Aber ich fand sie nach dem Backen schon genial!). Bewahrt sie einfach in Blechdosen auf, wie man es eben auch mit Plätzchen macht. Scheibenweise kann man den Stollen auch prima einfrieren.

Falls Ihr nur einen Stollen machen wollt, halbiert einfach die Zutaten. Aus der Masse könnt Ihr auch mehrere kleine Stollen formen und diese als Weihnachtsgeschenk an Freunde und Familie verschenken.

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