italienische Pasta selber machen - so stellst du Ravioli, Orecchiette, Tagliatelle, Farfalle & Fricelli her
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Italienische Pasta selber machen – so stellst du Ravioli, Orecchiette, Tagliatelle, Farfalle & Fricelli her. Habt Ihr schon mal selbst Pasta hergestellt? Also richtige, italienische Pasta? Ich sage euch, es macht unglaublich viel Spaß und die Nudeln schmecken einfach unglaublich lecker!

Nicht nur, weil frische Pasta allgemein besser schmeckt, nein weil man sie auch noch selbst hergestellt hat! Mit ganz viel Amore sozusagen. Und das schmeckt man am Schluss dann auch.

Also stellt Euch vor, dass im Hintergrund leise, italienische Musik läuft. Ihr alle Zutaten vor Euch stehen habt und dann langsam anfangt den Teig zusammen zu rühren und alles immer mehr durchknetet. Ihr formt die verschiedene Pasta, kocht Soßen und dann serviert Ihr Euer Werk! BRAVO! BRAVISSIMO!

So und damit Ihr Euch dieses Szenario nicht nur vorstellen müsst, sondern auch genau so eintritt, zeige ich Euch heute, wie man italienische Pasta selber macht. Und zwar sogar mehrere Sorten. Es ist wirklich ganz einfach und wie schon gesagt, es macht jede Menge Spaß. Falls Ihr ein bisschen Rezept-Inspiration für Pasta braucht, schaut mal HIER.

Und jetzt viel Spaß beim Nachmachen! Italienische Pasta selber machen – so stellst du Ravioli, Orecchiette, Tagliatelle, Farfalle & Fricelli her!

PS: Mein Bolognese Rezept findet Ihr hier. Ach und frische Nudeln machen mit dem Pastamaker kann ich auch wärmstens empfehlen.

italienische Pasta selber machen – so stellst du Ravioli, Orecchiette, Tagliatelle, Farfalle & Fricelli her

italienische Pasta selber machen - so stellst du Ravioli, Orecchiette, Tagliatelle, Farfalle & Fricelli her

Nützliche Utensilien, um frische Pasta zu machen:

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italienische Pasta selber machen - so stellst du Ravioli, Orecchiette, Tagliatelle, Farfalle & Fricelli her

Zutaten für frische, italienische Pasta mit Ei:

Zutaten für frische, italienische Pasta ohne Ei:

Zubereitung des Pasta Teigs:

Auf einem Nudelbrett (eine saubere Arbeitsfläche geht natürlich auch) wird das Mehl und der Hartweizengrieß aufgesiebt und eine kleine Kuhle geformt. Dann wird das Mehl gesalzen und in die Vertiefung die Eier eingeschlagen und das Olivenöl hinein gegeben.

Mit einer Gabel vermengt man nun Eier und Mehl. Ganz langsam in rührenden Bewegungen. Versucht den äußeren Rand des Mehls nicht kaputt zu machen, damit die Eier nicht auslaufen können. Man verrührt also von innen nach außen und macht das so lange, bis ein homogener Teig entsteht.

Nun geht es ans Kneten. Der Teig sollte gute 10 Minuten per Hand durchgeknetet werden, damit er schön geschmeidig und elastisch wird. Stellt Euch hierfür am besten einen Timer. Falls der Teig zu trocken ist, kann etwas Wasser hinzugefügt werden, aber wirklich nur minimal, denn der Nudelteig darf auf keinen Fall matschig werden. Damit der Teig nicht am Brett festklebt, verwendet ein wenig Hartweizen Grieß zum Kneten.

Wenn die 10 Minuten um sind, sollte der Teig wunderbar geschmeidig sein und sich zu einer schönen Kugel formen lassen. Die Teigkugel wird in Klarsichtfolie (ein Gefrierbeutel geht auch) eingeschlagen und bei Zimmertemperatur für 30 – 40 Minuten ruhen gelassen.

Weiterverarbeitung des Pasta Teigs:

Jetzt steht man vor der Entscheidung, verarbeitet man den Pasta Teig mit der Hand oder hat man eine Nudelmaschine zu Hause. Wenn man den Teig mit der Hand bearbeitet, braucht man gegebenenfalls ein Nudelholz, um den Teig auszurollen.

Und dann geht es auch schon an die unendlichen Möglichkeiten, was man aus dem Teig machen will. Ich zeige Euch, welche Pasta Sorte Ihr aus dem frischen Teig herstellen könnt.

Tipp:

Nehmt immer nur so viel Teig wie Ihr benötigt! Den restlichen Pasta Teig, gebt Ihr zurück in den Gefrierbeutel, damit er seine Feuchtigkeit und damit seine Elastizität nicht verliert!

Die Teigreste immer wieder zusammenkneten und schnell weiter verarbeiten. Je öfter der Teig geknetet und verarbeitet wird, desto spröder wird er. Deswegen immer wieder ab in den Gefrierbeutel.

Tagliatelle

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Tagliatelle ohne Nudelmaschine:

Ein Stück Teig sehr dünn ausrollen, dann wie einen Pfannkuchen aufrollen und mit einem scharfen Messer in Stücke schneiden. Die Tagliatelle sollten zwischen 5 mm – 10 mm breit sein. Dann die Röllchen mit den Fingern aufdröseln und mit etwas Hartweizengrieß bestreuen. Nun Nester formen und auf ein Blech setzen. Theoretisch kann man die Bandnudeln aber auch auf einen Nudel Trockner hängen.

Tagliatelle mit Nudelmaschine:

Ein Stück Teig auf der dicksten Stufe ausrollen und das immer weiter fortsetzen, bis man bei der dünnsten Stufe angekommen ist. Anschließend in den Aufsatz für die Tagliatelle stecken und durchdrehen.

Man kann kurze Teigplatten (gehen natürlich auch für Lasagne!) oder ein langes Stück hindurch drehen. Da müsst Ihr einfach etwas herumprobieren, wie Ihr es am liebsten mögt. Die fertigen Tagliatelle könnt Ihr etwas mit Hartweizengrieß bestreuen und dann zu Nudelnester formen und auf ein Blech setzen. Theoretisch kann man die Bandnudeln aber auch auf einen Nudel Trockner hängen.

Orecchiette

italienische Pasta selber machen - so stellst du Ravioli, Orecchiette, Tagliatelle, Farfalle & Fricelli her

Die kleinen Öhrchen bzw. Orecchiette sind ganz einfach hergestellt. Nehmt ein Stück Nudelteig und rollt diesen zu einem fingerdicken Strang. Dann schneidet kleine Stücke ab und zieht das Stückchen mit Daumen oder Zeigefinger (kurze Fingernägel sind von Vorteil) mit Druck über die Arbeitsfläche. So entsteht ein kleines Öhrchen. So verfahrt Ihr mit allen Stücken. Fertig sind die Orecchiette!

Bei der Herstellung von Orecchiette gibt es verschiedene Techniken. Schaut Euch dazu vielleicht einfach mal ein Video im Internet an.

Ravioli

Wenn Ihr Ravioli machen wollt, solltet Ihr Euch schon vorab überlegen, welche Füllung Ihr gerne in die Teigtaschen machen möchtet. Da gibt es ja schier unendlich viele Möglichkeiten. Ich gehe hier jetzt nur auf die Allgemeine Herstellung ein und nicht auf die Füllung. Hier ein Rezept für handgemachte Ravioli mit Ricotta-Räucherlachs Füllung in Salbeibutter.

Ihr nehmt ein Stück Teig und rollt es mit dem Nudelholz sehr dünn aus. Oder Ihr verwendet die Nudelmaschine und verarbeitet das Nudelteig Stück, indem Ihr es durch die verschiedenen Rollen walzt.

Entweder Ihr verwendet eine Ravioli Form rund / Ravioli Form eckig, einen Ravioli Stempel / Nudel Rad oder eine Ravioli Presse. Ganz egal wie Ihr die Ravioli macht, die Herangehensweise ist immer gleich bzw. ähnlich.

Ravioli mit der Ravioli Form:

Die fertige Teigplatte in die Ravioli Form legen (vorher mit Hartweizengrieß ausstreuen), mit etwas Wasser oder Ei bepinseln und je einen Löffel Füllung in die Mulden setzen. Nun die zweite Teigplatte einpinseln und parallel auf die erste Teigplatte legen. Mit den Händen die Ränder festdrücken und dann mit einem Nudelholz kräftig darüber rollen. Die Ravioli Form stürzen und fertig sind die einzelnen Ravioli.

Ravioli mit dem Ravioli Stempel / Rad:

Die fertige Teigplatte auf die Arbeitsfläche legen (vorher mit Hartweizengrieß bestreuen), mit etwas Wasser oder Ei bepinseln und in gleichmäßigen Abständen, je einen Löffel Füllung auf den Pasta Teig setzen. Nun die zweite Teigplatte einpinseln und parallel auf die erste Teigplatte legen. Mit den Fingern die Zwischenräume festdrücken und mit dem Ravioli Stempel die Ravioli herausstechen. Oder mit dem Ravioli Rad die Ravioli ausschneiden.

Ravioli mit der Ravioli Presse:

Mit der Unterseite der Ravioli Presse Teigkreise aus der Nudelplatte ausstechen, in die Presse legen, mit Wasser bzw. Ei bestreichen, einen Löffel Füllung in die Mitte geben und dann die Presse schließen und fest drücken. Die Presse wieder öffnen und die fertige Ravioli herausholen.

Farfalle

Für die Schmetterlingsnudeln bzw. Farfalle walzt Ihr wieder eine Teigplatte aus (per Hand oder mit der Nudelmaschine) und schneidet die mit einem Nudel Rad in Rechtecke. Die Maße sollten ungefähr 5 x 2 cm sein. Wenn man ganz genau ist, kann man ein Lineal verwenden, wenn man es frei nach Augenmaß machen will, ist das auch kein Problem.

Die Rechtecke werden dann in der Mitte mit dem Finger zusammengedrückt. Und fertig sind die Farfalle.

Fricelli

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Und zum Schluss kommen die Fricelli! Für diese Nudelsorte braucht Ihr einen Schaschlickspieß. Nehmt ein Stück Teig, rollt es zu einem dünnen Strang und schneidet ca. 4 – 5 cm lange Würstchen ab.

Auf die Arbeitsplatte streut Ihr wieder etwas Hartweizengrieß. Dann nehmt Ihr den Holzspieß, setzt ihn am seitlichen Ende an und rollt das Tag-Würstchen mit Druck nach vorne bzw. zu Euch hin. Und fertig ist die Fricelli. Jetzt kann man die Fricelli vom Holzspieß abziehen und weiter machen.

Ich hoffe das ist einigermaßen verständlich erklärt? Wenn nicht, schaut einfach mal im Internet, ob Ihr ein passendes Video findet.

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Pasta kochen:

Wenn man nun all seine Pasta fertig hat, geht es ans Kochen! Frische Pasta braucht nur einen Bruchteil an Zeit, als getrocknete Nudeln. Setzt ausrechend Wasser auf und lasst es aufkochen, dann gebt genügend Salz hinein und die frische Pasta dazu. Dann die Temperatur zurück stellen und nur leicht köcheln lassen.

Die Garzeit beträgt bei ganz frischer Pasta nur 1 – 2 Minuten. Also quasi, wenn die Nudeln oben schwimmen, sind sie fertig. Die Pasta mit einer Schaumkelle aus dem Wasser holen oder abgießen! Auf gar keinen Fall mit Wasser abschrecken.

Pasta in die Pfanne bzw. Soße geben und dann gleich servieren! Guten Appetit!

Ravioli brauchen etwas länger, da sie ja eine Füllung haben und eine doppelte Schicht Teig. Hier für ca. 4 – 5 Minuten im leicht köchelnden Wasser garziehen lassen.

PS: Gefrorene Pasta direkt ins Kochwasser geben und nicht erst auftauen lassen! Hier verlängert sich die Kochdauer um ca. 2 – 3 Minuten.

Pasta trocknen, aufbewahren und einfrieren:

Die frische Pasta kann man trocknen oder einfrieren. Zum Trocknen kann man sie auf Blechen oder Nudel Trocknern aufstellen und so eine Woche trocknen. Diese Variante eignet sich besonders, für Pasta ohne Ei. Pasta mit Ei kann man im Kühlschrank 3 – 4 Tage aufbewahren oder einfrieren.

Hier sollte man aber darauf achten, dass man die einzelnen Nudeln erst einmal frostet (auf ein Blech auflegen) und dann in einen Gefrierbeutel füllt. So hält sich die Pasta bis zu einem Jahr frisch.

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